Bericht verschwunden
Vorgesetzter fand Snowden schon 2009 verdächtig
Wie die "New York Times" am Donnerstagabend unter Berufung auf zwei hochrangige US-Vertreter berichtete, schrieb der Vorgesetzte Snowdens, dessen Verhalten und Arbeitsgewohnheiten hätten sich deutlich verändert. Er vermutete demnach auch, dass Snowden versuche, sich Zugang zu als geheim eingestuften Computerdateien zu verschaffen.
Dieser Verdacht sollte sich bekanntlich bestätigen: Nachdem Snowden sich zunächst nach Hongkong abgesetzt hatte, begann er im Juni damit, den Zeitungen "Washington Post" und "The Guardian" Informationen über umfangreiche Überwachungsprogramme zuzuspielen, mit denen die NSA und andere Geheimdienste massenhaft Telefonate und E-Mails überwachen. Wegen der Enthüllungen wird der 30-Jährige von den USA per Haftbefehl gesucht.
Von Hongkong war Snowden mit einem ungültigen Reisepass nach Moskau geflogen. Dort saß er wochenlang im Transitbereich fest, bevor ihm Russlands Regierung im August für ein Jahr Asyl gewährte. Seither ist der 30-Jährige untergetaucht, er wurde erst vor wenigen Tagen beim Einkaufen zum ersten Mal fotografiert.
Preis von Ex-CIA-Mitarbeitern erhalten
Erneut gezeigt hat sich Snowden am Mittwoch, als er in der russischen Hauptstadt von einer Gruppe früherer CIA-Mitarbeiter den Sam-Adams-Preis erhielt, mit dem seine "Integrität im Geheimdienst" gewürdigt wurde. Zum Ort der Veranstaltung machte das Government Accountability Projekt keine Angaben. Ein Mitglied der Gruppe, Jesselyn Radack, erklärte aber, Snowen sehe "toll" aus. "Er liebt Amerika und will, dass es zu seinen demokratischen Idealen zurückkehrt, die in völligem Widerspruch zu einer geschlossenen und geheimen Gesellschaft stehen."
Seit Donnerstag ist Snowdens Vater Lon Snowden in Moskau, um seinen Sohn erstmals seit dessen Flucht zu treffen. Auch er erklärte jedoch zunächst, er wisse nicht, wo sich sein Sohn befinde.












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