Statt eines fulminanten Comebacks durch ein großes Multi-Sport-Event am Wörthersee steht Hannes Jagerhofer jetzt vor einem Scherbenhaufen. Seine insolvente ACTS COMMUNICATION GmbH reißt nun auch zwei Tochterfirmen mit sich.
Einmal rund 3,1 Millionen Euro, einmal rund 940.000 Euro – so hoch sind jeweils die Verbindlichkeiten der ACTS Sportveranstaltungen GmbH und der houseofweb GmbH. So wiederholt sich für sie das Schicksal, das Ende März die Muttergesellschaft ACTS COMMUNICATION GmbH ereilt hatte: „Die Fortführung des Betriebes ist nicht beabsichtigt. Die Schuldnerin hat den Unternehmensbetrieb eingestellt“, heißt es in der Information des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV).
Sportevents und Digitalisierung
Die ACTS Sportveranstaltungen waren direkt von dem großen Event im Sommer 2025 abhängig – als der Hauptsponsor aber plötzlich abgesprungen war, war das auch das Ende der Veranstaltung. Damit fiel auch die Hauptumsatzquelle der Firma weg – von ihrer Insolvenz sind rund 70 Gläubiger betroffen.
Für „houseofweb“ stellte sich das Event-Ende zumindest indirekt als Sargnagel heraus. Eigentlich befasst sich die Firma mit digitalen Dienstleistungen und Unternehmensberatung, doch die Verbindung zur Mutter kostete ihr einen großen Kunden. Aufgrund der Medienberichterstattung über das Zwangsversteigerungsverfahren, ein Nebeneffekt des Event-Endes, gegen Jagerhofer habe eine „große Unternehmensgruppe“ die Kooperation beendet. Hier sind rund acht Gläubiger betroffen.
Liquidation ist geplant
Obwohl zuletzt elf bzw. zehn Mitarbeiter bei den beiden Firmen beschäftigt waren, sind diese nicht durch die Insolvenz betroffen – sie dürften parallel in einer anderen Jagerhofer-Gesellschaft unter Vertrag stehen. „Die Schuldnerin plant weder die Fortführung des Unternehmens noch den Abschluss eines Sanierungsplanes. Die Liquidation der schuldnerischen Gesellschaft ist geplant“, verkündet in beiden Fällen der AKV.
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