Wilde Szenen in Videos

Beben in Bangkok verwandelt Häuser in Wasserfälle

Ausland
28.03.2025 12:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein extrem starkes Erdbeben hat Südostasien erfasst. Szenen aus der thailändischen Hauptstadt verdeutlichen die Kraft der Naturkatastrophe. Herabfallende Wassermassen aus sogenannten „Rooftop Pools“ prasselten auf die Menschen in den Straßen nieder.

Das starke Beben am Freitagmittag ließ die Wolkenkratzer der Millionen-Metropole derart schwanken, dass diverse Luxuspools gewaltig überschwappten. 

Paul Vincent, ein Tourist aus England, befand sich in einer Bar am Straßenrand, als sich das Beben ereignete. Er beschrieb seinen persönlichen Horror gegenüber der Nachrichtenagentur AP: „Als Nächstes kamen alle auf die Straße, es gab viel Geschrei und Panik, was es natürlich noch viel schlimmer machte.“

Als er selbst auf die Straße kam, sah er ein Hochhaus schwanken und Wasser von einem Pool auf dem Dach fallen. „Als ich das Gebäude sah, oh mein Gott, da ... traf es mich“, sagte er. „Die Menschen weinten auf der Straße, und die Panik war wirklich furchtbar.“

Ein Video aus Bangkok zeigt, wie ein Wolkenkratzer zum Wasserfall wird: 

Durch das Beben wurden in der gesamten Stadt enorme Wassermengen frei, die anschließend auf die Menschen in den Straßen niedergingen. Ob Menschen durch die plötzliche Welle verletzt worden sind, ist nicht überliefert. 

6000 Österreicher in Thailand
Die Horror-Szenen werden aktuell über lokale Berichterstatter in Thailand geteilt. Die österreichische Botschaft in Bangkok steht mit den Auslandsösterreicherinnen und Auslandsösterreichern und Reisenden aus Österreich sowie mit den Behörden vor Ort in engem Kontakt, hieß es aus dem Außenministerium in Wien.

In Bangkok stürzte auch ein Hochhaus auf einer Baustelle ein. Dutzende Menschen werden vermisst.
In Bangkok stürzte auch ein Hochhaus auf einer Baustelle ein. Dutzende Menschen werden vermisst.(Bild: EPA/RUNGROJ YONGRIT)

Es werde jedem Hinweis auf betroffene Österreicher nachgegangen. „Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand befinden sich keine österreichischen Staatsbürgerinnen oder Staatsbürger unter den Opfern.“

„Insgesamt gehen wir von rund 6000 Österreichern aus, die sich in Thailand aufhalten. In Bangkok und in den vom Erdbeben betroffenen Regionen nördlich von Bangkok befinden sich derzeit über 1000 Österreicher.“ In Myanmar seien rund zehn Auslandsösterreicher registriert, keine in den am schlimmsten betroffenen Regionen. Über österreichische Reisende in Myanmar liegen dem Außenministerium aktuell keine Informationen vor.

Anordnungen der Einsatzkräfte vor Ort sollten unbedingt befolgt werden, wurde geraten. Betroffene können sich jederzeit bei der Botschaft in Bangkok oder beim österreichischen Außenministerium melden.

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