Mehrere Kommunen haben einen Brief vom Energiekonzern erhalten – mit wenig erfreulichen Nachrichten für die Gemeinden.
Was Privatpersonen bereits kennen, kommt jetzt auch auf mehrere Kärntner Gemeinden zu: In einem Schreiben informiert die Kelag Kommunen darüber, dass ihr Stromabnahmevertrag für Photovoltaik-Anlagen per 31. Mai 2025 gekündigt wird. Gleichzeitig wird der Abschluss eines neuen Tarifs angeboten – allerdings zu schlechteren Konditionen. Das bedeutet, dass Gemeinden künftig weniger Geld für die Sonnenenergie bekommen, die sie ins Kelag-Netz einspeisen: „Die ,Friss oder Stirb’-Mentalität der Kelag gegenüber den Gemeinden hat mit einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit wenig zu tun“, ärgert sich etwa Hüttenbergs Bürgermeister Josef Ofner.
Bisher enorm gute Vergütung
„Für das Kelag-Management ist offensichtlich die Gewinnmaximierung wichtiger als eine faire Behandlung ihrer langjährigen Kärntner Stromkunden“, schimpft auch Erwin Angerer, Bürgermeister von Mühldorf, der ebenfalls betroffen ist. Im aktuellen Tarif bekommt die Gemeinde bis 500 Kilowattstunden (kWh) 24 Cent pro eingespeister kWh, 6 Cent, wenn über 5000 kWh ins Netz zurückfließen – übrigens eine enorm gute Vergütung.
„Diesen Staffeltarif haben wir unseren Kunden sehr lange angeboten, obwohl die eingespeiste Energie am Markt viel weniger wert ist“, argumentiert Alexander Jordan, Vertriebschef der Kelag. Die Kündigung sei bereits im vergangenen Jahr kommuniziert worden, bis Ende Februar erhalten alle Betroffenen einen Brief.
Zwei neue Modelle
Es gibt zwei neue dynamische Einspeistarife: Entweder bekommt der Kunde künftig den Preis bezahlt, den der Strom in der Stunde am Markt wert ist oder nutzt den „Sonnenwert“-Tarif, bei dem bis zu 1000 kWh mit einem Aufschlagsfaktor von 30 Prozent überzahlt wird.
In einigen Gemeinden ärgert man sich trotzdem ...
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