27.07.2013 10:20 |

Appell in Brief

Snowdens Vater: "Obama soll von Strafe absehen"

Der Vater von Edward Snowden hat US-Präsident Barack Obama in einem Brief dazu aufgefordert, kriminelle Vorwürfe gegen den flüchtigen Ex-Geheimdienstler fallen zu lassen. "Wir fordern Sie und den Justizminister auf, die ausstehende Strafanzeige gegen Edward fallen zu lassen", schrieb Lon Snowdens Anwalt in dem am Freitag veröffentlichten Brief.

Außerdem drängte er Obama und Justizminister Eric Holder dazu, der von Snowden aufgedeckten missbräuchlichen Spionage durch den Geheimdienst NSA mit entsprechenden Gesetzen ein Ende zu bereiten. Der Fernsehsender MSNBC veröffentlichte das Schreiben auf seiner Internetseite.

Lon Snowden, der die Enthüllungen seines Sohnes vor drei Wochen als tapfer und ehrenwert bezeichnet hatte, kritisierte die Regierung und den US-Kongress für ihr Vorgehen. Der Eifer der US-Regierung, den Computerspezialisten zu bestrafen, sei skrupellos und unvertretbar.

US-Regierung versichert: "Weder Todesstrafe noch Folter"
Holder hatte der russischen Regierung in einem Brief zugesichert, dass die USA für Snowden nicht die Todestrafe anstrebten und ihn auch nicht foltern würden - falls Russland den 30-Jährigen ausliefere (siehe Infobox). Snowden soll sein Asylgesuch in Moskau unter anderem damit begründet haben, dass ihm in den USA Folter und die Todesstrafe drohe.

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