Mit St. Pölten wartet am Freitag (18) auf die Lustenauer Austria gleich ein echter Gradmesser zum Frühjahrsstart in der Liga zwei. Auch für Trainer Markus Mader wird der Auftakt zu einer Standortbestimmung. Die „Krone“ hat ihn vorab zum großen Interview gebeten.
Krone: Sie haben in der Vorbereitung viel getestet. Haben Sie nun Ihr Spielsystem und eine Startelf gefunden?
Markus Mader: Natürlich habe ich eine gewisse Vorstellung und eine Grundformation. Aber es kommt nicht auf das System alleine an, sondern auf die Spielanlage, die so flexibel wie möglich sein soll. Es geht auch um die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive.
Sie sind sich aber bewusst, dass die Erwartungshaltung nach Ihrer Rückkehr in Lustenau groß ist?
Ja, deshalb heißt es auch ordentlich Gas geben. Die Teams, die hinter uns liegen, haben sich allesamt gut verstärkt und werden angreifen Wenn man da nicht aufpasst, steckt man gleich mittendrin im Strudel. Das hat man ja letzte Saison bei SW Bregenz gesehen.
Die Blickrichtung geht aber sicher nach vorne. Wo soll die Mannschaft am Saisonende stehen?
Es geht um die Entwicklung – auch über die Saison hinaus. Die jungen Spieler müssen den nächsten Schritt machen. Ich erwarte mir, dass sie jene Leistungen auf dem Platz bringen, die sie in den Trainings zeigen.
Hat sich die Mannschaft im Winter bereits in den Trainings entwickelt?
Schon am ersten Tag nach meiner Rückkehr habe ich gesehen, dass sie charakterlich absolut top ist und die Qualität passt. Die Energie war spürbar, das Selbstvertrauen aber nicht gerade groß. Wichtig ist, dass jeder an seine eigenen Stärken glaubt.
Der Kader ist im Winter um zwei Spieler angewachsen. Wie schwierig ist es, die richtigen Elf herauszufiltern?
Derzeit habe ich 21 fitte Feldspieler – das heißt fünf müssen heute auf die Tribüne. Das ist auch für den Trainer eine Herausforderung. Schließlich wollen alle spielen, aber das ist eben nicht möglich. Man kann – trotz aller Argumente und Überlegungen – nicht immer alles erklären. Da spielt auch das Bauchgefühl eine gewisse Rolle. Härtefälle wird es immer wieder geben. Das ist im Profisport so.
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