Exotisches Handwerk

„Handpan“: Das klangvolle Ufo der Musikinstrumente

Kärnten
21.02.2025 10:00

Seit zehn Jahren fertigt Daniel Berger die mittlerweile sehr gefragten Handpans in seiner Werkstatt in Kärnten an. Die „Krone“ hat bei der Arbeit über die Schulter geschaut.

Schon mal was von einer Handpan gehört? Wenn nicht, dann sollten sie bei gewissen Liedern genauer hinhören, denn das metallene Wunderwerk wird mittlerweile vielseitig eingesetzt. Es ist ein Rhythmusinstrument, auf dem aber auch Melodien gespielt werden können.

Der ausgebildete Elektrotechniker, Daniel Berger, war, bevor er das Handwerk des Handpan-Bauens erlernte, beruflich im Dauerstress. „Irgendwann war mir klar, ich muss mehr zu Hause sein; ich muss was ändern! Zeitgleich hat mir ein Freund von einem neuen Musikinstrument erzählt.“

Durch Selbstexperiment zum Experten 
Wer hat’s erfunden? Die Schweizer. „Vor zehn Jahren hat man an die Firma in der Schweiz einen handgeschriebenen Brief schicken müssen und unter diesen tausenden Schriftwerken haben sie nur ein paar ausgewählt. Viele sind auch so hingefahren und haben vor der Firma gecampt – umsonst“, schmunzelt Berger.

Daniel Berger feiert mit seiner Firma „DEEPAN“ zehnjähriges Jubiläum
Daniel Berger feiert mit seiner Firma „DEEPAN“ zehnjähriges Jubiläum(Bild: Evelyn Hronek)
(Bild: Evelyn Hronek)
(Bild: Evelyn Hronek)
(Bild: Evelyn Hronek)

„So wie es tausenden Menschen weltweit gegangen ist, hat auch mich der Klang magisch angezogen.“ Die „Handpfanne“ wird mittlerweile auf dem ganzen Erdball hergestellt. „2013 hab ich zum Selbstexperimentieren angefangen, ich hab mir alles selber gelernt – es war echt zach. Zwei Jahre später hab ich dann meine Firma ,DEEPAN’ gegründet.“

Instrumente nach Amerika und Japan verschifft
Um so eine Handpan herzustellen, bedarf es eine Menge Arbeit und Feinspitzengefühl. „Am Anfang muss ich mit einem extrem schweren Presslufthammer brutal hineinarbeiten, es ist eine körperlich anstrengende Arbeit.“ Berger verkauft pro Jahr um die 30 Musikinstrumente, vorwiegend im deutschsprachigen Raum, aber auch nach Japan oder Amerika wurden seine Handpans schon verfrachtet.

Das Instrument variiert zwischen neun und 22 Tönen. „In Kärnten bin ich der einzige Handpan-Hersteller“, ist Berger stolz und verrät: „Ich weiß, wie man die Harmonien austestet, damit sie gut funktionieren, aber mit der Zeit hat sich herauskristallisiert, dass ich ein Bauer und kein Spieler bin. Das ist, glaub’ ich, bei vielen Instrumentenbauern so.“

Die Handpan ist nicht nur ein Musikinstrument, sondern ein Erlebnis, das die Seele berührt. Und so bleibt zu hoffen, dass dieses Klangwunder noch viele weitere Herzen erobern wird.

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