Empörung in F

Zugunglück: Opfer sollen bestohlen worden sein

Ausland
19.07.2013 14:59
Erschreckende Vorwürfe, wonach mehrere Opfer des tragischen Zugunglücks südlich von Paris vor einer Woche von Anrainern bestohlen worden seien, sorgen derzeit in Frankreich für Empörung. Die Opposition hat nun von der Regierung sofortige Aufklärung verlangt.

Zunächst sei von einem "Einzelfall" die Rede gewesen, doch offenbar seien die Vorfälle "schwerwiegender" gewesen, sagte eine konservative Politikerin in Paris am Freitag gegenüber dem Sender i-Tele.

Polizei versichert: "Keine massiven Plünderungen"
In einem Polizeibericht zu der Zugkatastrophe von Bretigny-sur-Orge am 12. Juli hieß es, die Exekutive habe bei ihrer Ankunft am Unglücksort Bewohner aus angrenzenden Vierteln zurückdrängen müssen, weil diese die Rettungsfahrzeuge mit Wurfgeschossen angriffen. "Einigen dieser Störer gelang es, sich persönliche Gegenstände anzueignen, die auf dem Boden verstreut oder auf den Opfern lagen", hieß es. In Polizeikreisen wurde versichert, es habe aber keine "massiven Plünderungen" gegeben. Bisher sei demnach nur eine Anzeige erstattet worden.

Schwerste Zugkatastrophe in Frankreich seit 25 Jahren
Bei dem schwersten Zugunglück in Frankreich seit 25 Jahren waren sechs Menschen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden. Ein Intercity mit 385 Passagieren war am Bahnhof von Bretigny-sur-Orge im Departement Essonne entgleist. Der Zug wurde in zwei Teile gerissen, ein Teil raste auf den Bahnsteig des Bahnhofs. Ursache war offenbar ein loses Metallstück in einer Weiche.

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