Was als innovative Idee begann, endet nun mit einer doch eher ernüchternden Bilanz: Vor etwas mehr vier Jahren wollte man mit sogenannte „digitalen Marktplätzen“ in Linz ein stückweit die Art und Weise revolutionieren, wie Menschen regionale Produkte einkaufen. Per App nachhaltig und bequem bestellbar und rund um die Uhr in einer Abholstation verfügbar.
Doch die Realität sah anders aus. Die Abholstationen in Linz sind endgültig Geschichte. Im heutigen Stadtsenat gilt die Vertragsauflösung für die Container am Urfahraner Marktgelände und in Pichling nur noch als Formsache. „Die Auswertung hat gezeigt, dass die Abholstationen nie richtig angenommen wurden. Waren es etwa im umsatzstärksten Monat, im Dezember 2021, zwar noch rund 150 Bestellungen, zählte man 2023 nicht einmal eine Bestellung pro Tag“, zieht der designierte SP-Stadtchef Dietmar Prammer Bilanz.
Stadt plante bis zu 15 „Marktplätze“
Dabei hatte sich 2020 etwa der damalige FP-Stadtvize Markus Hein noch einiges von der innovativen Idee versprochen, sogar ein Linzer Pilotprojekt angedacht. Der Plan war, nach einer Evaluierung der ersten beiden Standorte bis zu 15 solcher „Marktplätze“ bei jedem Volkshaus – von Urfahr bis Ebelsberg – zu errichten. Zu einem ähnlichen Urteil wie die Stadt dürfte wohl zuletzt auch die Raiffeisen-Landesbank gekommen sein. Dort hat man die Abholstation auf eigenem Grund beim Kundencenter beim Südbahnhofmarkt bereits entfernen lassen.
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