Umfragen sehen die FPÖ in Oberösterreich Kopf an Kopf mit der immer schwächer werdenden Volkspartei. Die ÖVP betont, den beliebtesten Landespolitiker zu haben. Aber wird das am Ende reichen? Die „Krone“ hat die aktuellsten Zahlen zur Situation der Landespolitik in Oberösterreich.
Gefühlt vergeht aktuell kaum ein Tag ohne neue Hiobsbotschaften aus der Bundespolitik – und mittendrin sind zwei Oberösterreicher, die in ÖVP und FPÖ echte Schwergewichte sind: Landeschef Thomas Stelzer und sein Vize Manfred Haimbuchner. Während sich der Freiheitliche entspannt zurücklehnen und dabei zusehen kann, wie der blaue Balken in den Umfragen immer mehr nach oben geht, sitzt den Schwarzen die Angst im Nacken.
Noch immer wird in der Landes-ÖVP über eine Umfrage von Spectra diskutiert, die die FPÖ in OÖ erstmals auf Platz 1 sah. Das war Ende November, von einem Scheitern der Verhandlungen zu einer Zuckerl-Koalition war damals noch keine Rede. Laut jüngsten Umfragen gewinnt die FPÖ auf bundespolitischer Ebene noch weiter dazu.
ÖVP sieht sich selbst auf Platz 1 in Oberösterreich
Die Landes-ÖVP wirft sich ob dieser Situation jetzt selbst Beruhigungspillen ein und geht noch immer davon aus, in unserem Bundesland auf Platz 1 zu liegen. Immerhin: In einer von Landesparteisekretär Florian Hiegelsberger in Auftrag gegebenen Untersuchung (M&R, 800 Telefoninterviews) ist Thomas Stelzer in einer fiktiven LH-Direktwahl ganz vorne: 59% für den ÖVP-Politiker, nur 19% würden Haimbuchner direkt wählen.
Sonntagsfrage: Wie würden die Oberösterreich jetzt wählen?
Das muss aber nichts heißen: Obwohl Herbert Kickl von vielen abgelehnt wurde, ging die FPÖ bei der Nationalratswahl als Erste ins Ziel. Ist die Zuspitzung auf die Nummer 1 der Partei vielleicht überholt und eine beliebte Nummer 1 kein Grund mehr, die ÖVP zu wählen? Der Gedanke drängt sich auf. Hiegelsberger sagt: „Unser LH Thomas Stelzer ist Oberösterreichs beliebtester Politiker. Seine guten Werte sind Ausdruck seiner verlässlichen Arbeit für die Menschen im Land.“ Die ÖVP ließ auch erheben, wie eine Landtagswahl ausfallen würde:
ÖVP: 33%
FPÖ: 29%
SPÖ: 17-18%
Grüne: 9-10%
Neos: 6-7%
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