Vor fünf Jahren veränderte Covid-19 die Welt in bis dahin ungeahntem Ausmaß. Experten, die uns durch die Pandemie begleitet haben, blicken zurück und ziehen eine sehr nüchterne Bilanz über Fakten, Fehler und Erkenntnisse. Und auch wenn wir es nicht mehr hören können: Die nächste Pandemie könnte früher drohen, als uns lieb ist. Stichwort: Vogelgrippe.
Es ist tatsächlich bereits fünf Jahre her, dass SARS-CoV-2, ein zu diesem Zeitpunkt völlig unbekanntes Virus (vulgo: Corona oder Covid-19), die Welt in bis dahin ungeahnter Weise lahmlegte. Es war kurz vor dem Jahreswechsel, als der junge Arzt Li Wenliang als Erster vor einer Serie mysteriöser Lungenentzündungen in Wuhan warnte. Kurz darauf steckte er sich im Jänner 2020 selbst an und starb Anfang Februar im Alter von nur 33 Jahren daran.
Obwohl die Todeszahlen rasant stiegen und sich das Virus wie ein Flächenbrand um den Globus verbreitete, dauerte es bis 11. März, bis die WHO Corona als Pandemie einstufte.
Flugzeuge blieben am Boden, Menschen daheim
Die ersten Coronafälle in Österreich wurden am 25. Februar registriert: Zwei in Tirol lebende Italiener hatten sich in einem Hotel in Innsbruck angesteckt. Für alles Weitere reichen Schlagworte: Ischgl, Lockdowns (an den ersten ab 16. März 2020 hielten sich die Menschen noch tatsächlich). Flugzeuge blieben am Boden, Menschen daheim. Es gab Balkonkonzerte, Applaus für Pflegepersonal, Streit um Masken, Homeoffice, Homeschooling, Hobby-Fußballteamchefs sattelten auf Virologie um und erklärten Fachleuten die Welt. Gemeinsam spazieren gehen? Im Auto fahren? Nur mit im Haushalt lebenden Personen und einer von unzähligen Ausnahmegenehmigungen.
Erinnern Sie sich noch an „Bürgermeister-Impfungen“ und „Impf-Drängler“, die nach Zulassung der anfangs als „Gamechanger“ (Kanzler Kurz) gefeierten Impfung für Furor & Furore sorgten?
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