Es kommt wenig überraschend, aber doch mit einer deutlichen Wucht: Die Zahl der Jobsuchenden in Oberösterreich kletterte in Oberösterreich im Dezember auf 46.246 Personen. Das bedeutet einen Zuwachs von mehr als 10.300 Menschen im Vergleich zum November 2024.
In den letzten Wochen des Vorjahres und auch jetzt blickt fast alles gebannt Richtung KTM und auf den Kampf um die Rettung des in die Insolvenz geschlitterten Motorradherstellers – noch schlagen sich die aktuellen Turbulenzen des Leitbetriebs auch noch nicht in der Statistik des Arbeitsmarktservice Oberösterreich nieder. Bis alle der 250 Mitarbeitern, die Anfang Dezember gekündigt worden sind, beim AMS vorgemerkt sind, wird es dauern.
Umso besorgniserregender ist die Entwicklung, die die Arbeitslosen-Zahlen in den letzten Wochen des Jahres nahmen. Ende Dezember waren in Oberösterreich nämlich 46.246 Personen ohne Job, das waren um 10.362 mehr als noch Ende November. Die offenen Stellen waren weiter rückläufig, sanken auf 19.229 Positionen, die frei sind.
„Das AMS Oberösterreich ist zuversichtlich, dass der Wirtschaftsstandort im Zusammenwirken aller Stakeholder den bestehenden Herausforderungen erfolgreich begegnen wird“, sagt Geschäftsführerin Iris Schmidt, die feststellt, dass die Klein- und Mittelbetriebe nun maßgeblich zur Stützung des Beschäftigungsniveaus beitragen: „Sie sind das Rückgrad der heimischen Wirtschaft.“
Arbeitslosigkeit am Bau trotz Krise rückläufig
Bemerkenswert: Obwohl die Baubranche enorm unter den strengen Kreditvergaberichtlinien leidet, die den Neubau in Kombination mit den gestiegenen Baukosten und Zinsen einbrechen ließen, ist die Zahl der Arbeitslosen in diesem Bereich im Vergleich zum Dezember 2023 sogar rückläufig.
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