Grünes Licht!

Da kam Manuel Feller ein Weihnachtslächeln aus

Ski Alpin
24.12.2024 15:02

Geschenke gab es für Ski-Österreich am Ende der Dolomiten-Tour auch nicht – Manuel Feller freute sich aber über einen Lichtblick.

Österreichs Herrenteam bäckt im Winter der Heim-WM kleinere Brötchen. Denn nach den vielen Enttäuschungen bei der „Mini-WM“ in den Dolomiten durfte man sich am Montag beim Slalom von Alta Badia über einen kleinen Lichtblick freuen. Auch wenn der gestrige siebente Platz in der vergangenen Kristall-Saison die schlechteste Slalom-Platzierung des Tirolers gewesen wäre.

Manuel Feller
Manuel Feller(Bild: GEPA pictures)

„Grüne Licht war mir wichtig“
Aber auch Manu selbst kam im Ziel ein Lächeln aus. Und er genoss es sichtlich, erstmals in dieser Saison auf dem Roten Stuhl des Führenden Platz zu nehmen. „Das grüne Licht war mir wichtig“, gestand Feller, „ich habe doch schwierige Wochen hinter mir. Im Slalom zweimal out, im Riesentorlauf katastrophal, und dann ist immer wieder bei mir ein Stein im Weg. Nein, da hat das schon gutgetan.“

Manuel Feller zündete die vierte Adventkerze an.
Manuel Feller zündete die vierte Adventkerze an.(Bild: Christof Birbaumer)

Aber mehr als ein Lichtblick war’s nicht: „Der obere Teil im zweiten Lauf war nicht zufriedenstellend. Ich hab mich richtig schwergetan zu pushen.“

„Es fehlt uns das letzte Befreiende“
Seinen Teamkollegen ging’s ähnlich. Aber sowohl Michael Matt (16.) als auch Johannes Strolz (19.) orteten Fortschritte in der schwierigen Vorweihnachtszeit für die Österreicher. „Es fehlt uns das letzte Befreiende“, nickte Strolz, „es ist auffallend, dass wir durch die Bank nicht die Leistungen bringen können, die wir eigentlich draufhätten.“

Daran will man nun nach Weihnachten arbeiten. Die Bilanz der vier Dolomiten-Rennen war für den ÖSV ernüchternd: kein Podest, zwei Top-10-Plätze. Stefan Eichberger 6. der Gröden-Abfahrt, Feller gestern 7.

Den Sieg schnappte sich Timon Haugan.
Den Sieg schnappte sich Timon Haugan.(Bild: GEPA)

Mit dem Slalom in Madonna am 8. Jänner beginnt nun die intensivste Technik-Phase des Skiwinters. Und da wollen die Österreicher den Norwegern wieder mehr Paroli bieten. Mit Timon Haugans gestrigem Erfolg feierten die Wikinger schon den dritten Triumph dieser Saison und insgesamt den 200. norwegischen Herren-Sieg im Weltcup. Auch der verletzte Marcel Hirscher freute sich mit, Haugan fährt seinen Ski.

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