Damit hat keiner gerechnet: Am 28. Dezember läuft die Einspruchsfrist beim geplanten Hallenbad am Klagenfurter Südring aus, nun hat Ex-Magistratschef Peter Jost dagegen Einspruch erhoben. Der ist gleich zwölf Seiten lang. „Und Jost kennt sich in der Materie ganz ganau aus“, sagen Betroffene.
Alles schien mit dem teuren Hallenbadbau am Südring gut zu laufen, bei der Bauverhandlung am vergangenen Dienstag gab es keine Widerstände. Nun holt aber Peter Jost zum nächsten Streich aus. Der ehemalige Magistratsdirektor hat wenige Tage vor Ende der Einspruchsfrist einen zwölfseitigen Einspruch eingebracht.
Der 66-Jährige wohnt zwar in Krumpendorf, kennt sich bei den Planungen aber genau aus und besitzt ein grundstück in der Nähe. „Er war schon bei der Errichtung des Fußball-Stadions dabei, kennt im Areal jeden Meter“, sagt ein Beamter aus dem Magistrat.
Alle wissen, vor Gericht geht der Jurist Jost normal nie leer aus, darum fürchten sich alle vor dem Einspruch. Denn der könnte den Bau in die Länge ziehen. Kommt vielleicht doch die Variante im bestehenden Freizeitzentrum der Familie Pletzer, das am Südring gleich neben Baugrund für das Hallenbad liegt, zum Zug. Dort würden die Errichter des Freizeitzentrums Parndorf um 35 Millionen Euro ein Hallenbad mit 50 Meter-Becken und Rutsche errichten.
Peter Jost wollte nicht viel dazu verraten: „Ich bin Privatperson, habe tatsächlich den langen Einspruch eingereicht. Nun entscheidet darüber das Bundesverwaltungsgericht, das in zweiter Instanz dafür verantwortlich ist. Zum Inhalt des Einspruchs möchte ich nichts sagen.“
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