So wurden im Klagenfurter Rathaus die neuen Pläne von einer Schwimmhalle, die „nur“ 35 Millionen Euro kosten und in einem derzeitigen Freizeitpark entstehen könnte, angenommen.
Beim Sonder-Stadtsenat in der heiklen Budgetfrage durften auch die Neos und die Grünen mitreden, und sie wurden in die neuen Plänen, die es in der Hallenbad-Causa gibt, eingeweiht. Wie berichtet, könnte die Stadt am Südring um 35 Millionen Euro den Freizeitpark der Pletzer-Gruppe kaufen und darin statt der Jump-World in einem Jahr Bauzeit ein Hallenbad mit vier Becken bauen. Das geplante Projekt im Sumpfgebiet, für das es noch keinen Baustart gibt, kostet zumindest 70 Millionen. Sogar LH Peter Kaiser, der 100 Kilometer im Jahr schwimmt, war neugierig und ließ sich die Pläne vorlegen. Er musste im Land eine Milliarde Euro einsparen, ist vom günstigen Preis überrascht.
Wenn keine Gefahr besteht, dass die Anlage in fünf Jahren verrostet, ist auch Vizebgm. Ronald Rabitsch (SP) von den neuen Plänen angetan. „Ein interessantes Projekt, obwohl die Stadt für das Sportbad schon sechs Millionen Euro ausgegeben hat – dabei ist noch nicht einmal der Spatenstich erfolgt. Wir brauchen eine rasche Auskunft der Stadt. Das Angebot muss ernsthaft diskutiert werden“, sagt FP-Klubchef Andreas Skorianz. Auch die Schwarzen sind davon angetan.
Stadtwerke halten am bisher geplanten Projekt fest
Ein Architekt wird alle Parteien über das neue Projekt detailliert aufklären. Zuvor halten die Stadtwerke und Bürgermeister Christian Scheider am Sportbad fest. Die Stadtwerke hoffen nach Abschluss des UVP-Feststellungsverfahrens auf einen raschen Baustart. Aufgrund des vorläufigen Ermittlungsergebnisses des Landes Kärnten sei man sehr zuversichtlich, dass das UVP-Verfahren in Kürze beendet sein werde.
Zum Projekt im Freizeitpark meint Bürgermeister Christian Scheider: „Es ist ein Plan B. Da können viele Fallen auftreten. Beim Sportbad sichern uns 900 Seiten Gutachten ab.“
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