Viele Kinder Opfer
Unbekannte Krankheit im Kongo: Mehr als 130 Tote!
In den vergangenen zwei Wochen sind in der Demokratischen Republik Kongo nach Angaben von Gesundheitsbehörden mehr als 130 Menschen an den Folgen einer bisher ungeklärten Krankheit gestorben. Vor allem Kinder bis 15 Jahre sind betroffen.
Teams medizinischer Experten, die seit Dienstag die betroffenen Ortschaften im Südwesten des Landes aufgesuchten haben, hätten zwei weitere Dörfer gefunden, in denen mindestens 60 Todesfälle verzeichnet wurden, teilte der Gesundheitsminister der Provinz Kwango, Apollinaire Yumba, mit.
Knapp 400 Menschen mit Symptomen
In den vergangenen Tagen war ein Team von Epidemiologen in die zu Kwango gehörende Region Panzi gereist, um Ärzte bei der Behandlung der Patienten zu unterstützen und zu ermitteln, um was für eine Art von Krankheit es sich handelt. Bisher wurden laut Angaben Yumbas 382 Menschen mit Symptomen der Krankheit registriert.
Fieber, Kopfschmerzen, Atemprobleme
Derzeit ist nur wenig bekannt über die Krankheit, von der insbesondere Kinder bis 15 Jahre betroffen sind. Zu den Symptomen gehören Fieber, Kopfschmerzen, Atemprobleme und Anämie. Neben der Entnahme von Proben versuchten die medizinischen Experten, die Bevölkerung zu Hygiene- und Abstandsmaßnahmen aufzurufen. Ob die Krankheit nur durch körperlichen Kontakt oder auch über andere Wege übertragen werden kann, ist bisher nicht bekannt.
Große Angst vor Ansteckung
Bis Forscher Ergebnisse vorweisen können, sollten die Menschen in der betroffenen Region strenge Hygieneregeln mit häufigem Händewaschen, Vermeidung großer Versammlungen und Abstand einhalten, hieß es. Ein Arzt in Panzi sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), bei vielen Einwohnern herrsche große Angst. Viele wagten aus Angst vor Ansteckung nicht mehr, ihre Häuser zu verlassen.
Die Demokratische Republik Kongo steht derzeit auch vor anderen Herausforderungen an das Gesundheitswesen: Seit vielen Monat belastet der Ausbruch der Krankheit Mpox das medizinische Personal und die wenigen Testlabore.
Mehr als 47.000 Fälle von Mpox
Seit Jahresbeginn wurden mehr als 47.000 Fälle in dem Land verzeichnet, die allerdings wegen mangelnder Testkapazitäten nur zu einem relativ geringen Teil offiziell bestätigt werden konnten.








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