In der Glasbläserei in Schwanenstadt entstehen in nur zehn Minuten wahre Kunstwerke für die Weihnachtszeit. Die „Krone“ hat dem Künstler ganz genau auf die Finger geschaut und war bei der spannenden Produktion mit dabei.
Es ist eine schnelle Arbeit, bei der es heiß hergeht. Die Abläufe sind automatisiert, alles klappt wie am Schnürchen. Aus dem 1200 Grad heißen Schmelzofen nimmt Ovidiu Seulean klares Glas und bearbeitet es. Immer und immer wieder wird es erhitzt, damit es formbar bleibt. Jeder Handgriff sitzt, Ovidiu und Eugen sind ein eingespieltes Team.
Denn während der gebürtige Rumäne die Kugel von der Glasmacherpfeife trennt, bringt sein Partner in Sekundenschnelle eine Öse an. Immerhin soll dieses Kunstwerk am 24. Dezember in einem Wohnzimmer am Christbaum hängen. In zehn Minuten ist das „heiße“ Teil im Prinzip auch schon fertig, es kommt dann nur noch über Nacht in den 500 Grad warmen Kühlofen.
Gläserne Bullen für die DTM am Spielbergring
Zehn Meter daneben bläst Urs Lauenstein in ein kleines Etwas, das sich ebenso innerhalb von wenigen Minuten in eine Christbaumkugel verwandeln soll. „Wenn ich zu viel blase, wird es allerdings eine Kartoffel“, lacht der Schweizer. Seit Jänner ist er in der Glashütte beschäftigt, nachdem er sein Hobby zum Pensionistenjob gemacht hat und quasi die rechte Hand von Johann Hintermüller ist.
Chef gibt Erfahrung weiter
Der Chef dieses Kunstbetriebes kümmert sich nur noch um Design und Verkauf – „und ich gebe meine Erfahrung weiter“, so der 71-Jährige. Der von Didi Mateschitz 2014 einen Auftrag an Land gezogen hat und seitdem für die schnellsten Piloten der DTM die gläsernen Bullen als Trophäen produziert.
Neben Red Bull hat die Glasbläserei mit Bellaflora oder Hornbach noch weitere Großkunden. „Trotzdem macht das Weihnachtsgeschäft bei uns zwei Drittel des Umsatzes aus, der Rest sind Dekorationssachen für den Garten. Doch wir freuen uns über jeden einzelnen Kunden, der zu uns kommt. Denn jeder, der einmal hier war, kommt wieder.“
Was auch Selma Beglerovic bestätigt. Die 49-Jährige arbeitet mit der Fusing-Technik. Auch ihre Stücke sind einzigartig. Und mit Herz handgemacht
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