Chaos in Wiener City

Polizei schreitet ein: Spontane Demos aufgelöst

Wien
30.11.2024 16:25

Samstagmittag hatten sich über 1000 Teilnehmer am Heldenplatz versammelt, um unter anderem ihren Unmut gegen die Nichtbeauftragung der FPÖ mit Regierungsverhandlungen kundzutun. Zuvor hatte die Polizei bei Personenkontrollen mehrere Messer und eine Schreckschusswaffe sichergestellt. Mittlerweile verteilten sich die Teilnehmer auch am Ring und hielten spontane Demos ab, die von der Polizei aufgelöst wurden.

Die Demonstranten versammelten sich gegen 11 Uhr für eine Standkundgebung beim Erzherzog-Karl-Reiterdenkmal. Die Teilnehmer waren mit Kuhglocken, Trommeln und Fahnen ausgestattet, neben Österreich- und verschiedenen Bundesländer-Fahnen waren auch russische Flaggen dabei.

„Nein Karli“
Auf selbst gebastelten Schildern war „Nein Karli!“ oder „Nein zu Sky Shield“ zu lesen. Ursprünglich war von den Veranstaltern ein Marsch über den Ring geplant gewesen. Dieser wurde aber von der Polizei Wien untersagt, weil sie dadurch ein Verkehrschaos und Behinderungen für die Geschäftstreibenden in den Einkaufsstraßen am ersten Weihnachtseinkaufssamstag erwartete.

(Bild: APA/ALEX HALADA)
(Bild: APA/ALEX HALADA)
(Bild: APA/ALEX HALADA)

Mehrere spontane Kundgebungen aufgelöst
Dagegen wolle man juristisch vorgehen, hieß es seitens der Organisatoren am Freitag. Kritik an der Untersagung kam auch von den Freiheitlichen. Am späteren Nachmittag musste die Polizei mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften dann mehrere spontane Demos vor dem Parlament und im Bereich des Schottenrings auflösen.

Messer und Schreckschusswaffen sichergestellt
Vor der Demo wurden, wie die LPD Wien am frühen Nachmittag mitteilte, im Umfeld der Kundgebung bei Personenkontrollen mehrere Messer und eine Schreckschusswaffe sichergestellt. Die Identitäten von über 400 Personen seien festgestellt und diese auch zur Anzeige gebracht worden. Am Abend zog die Exekutive eine positive Bilanz: „Das befürchtete Aufeinandertreffen von Demonstrationen mit gegensätzlichen politischen Positionen konnte vermieden werden.“

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