Die Begrüßung des neuen Jahres mit dem neuen „Sinner“-Knaller wird in Italien wohl weniger heftig ausfallen als geplant. Wie die Polizei mitteilte, wurden in der Nähe von Neapel 486 Böller beschlagnahmt, die nach dem Südtiroler Tennisstar Jannick Sinner benannt wurden. Die Böller sind rot, nach Sinners Haarfarbe. Sie seien illegal, weil sie ohne behördliche Genehmigung hergestellt wurden, teilte die Polizei am Samstag mit.
Wegen der Produktion der „Sinner“-Böller wurde ein 24-Jähriger angezeigt. Bei ihm wurden 50 Kilo Sprengstoff beschlagnahmt. Die verschiedenen Bestandteile des Sprengkörpers kamen aus China. Die Herstellung und der Handel mit illegalen Feuerwerkskörpern habe in diesem Jahr früher als in der Vergangenheit begonnen, beklagte die Polizei.
Explosion in Fabrik
Neapel ist für die Produktion von illegalen Feuerwerkskörpern bekannt. Diese Woche war es in der Nähe der Stadt Ercolano bei Neapel zu einer Explosion in einer illegalen Feuerwerk-Fabrik gekommen. Dabei waren drei junge Arbeiter, zwei 26-jährige Zwillingsschwestern und ein 18-jähriger Rumäne, ums Leben gekommen.
Vor Weihnachten und Neujahr floriert in Italien traditionell der Schwarzmarkt mit illegalen Knallern, die oftmals große Mengen Pulver enthalten und gegen die Sicherheitsbestimmungen verstoßen. Bei der Namensgebung zeigen sich die Hersteller kreativ: In den vergangenen Jahren waren Produkte mit den Namen „Maradona“, „Ratzinger“, „Bin Laden“ und „Tsunami“ der große Renner. Bei Unfällen mit Knallkörpern werden jedes Jahr Hunderte Italiener verletzt.
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