Knalleffekt vor der morgigen Präsidiumssitzung des Österreichischen Fußballbunds (ÖFB) in Wien: Klaus Mitterdorfer, der am Freitag die Juristin Silvia Kaupa-Götzl als neuen CEO (Geschäftsführerin) vorschlagen wollte, hat am Donnerstag seinen Rücktritt erklärt! Die wochenlange Hetz-Kampagne gegen ihn und fehlende Rückendeckung zwangen ihn zu diesem Schritt.
Mitterdorfer hatte im August 2023 das Amt übernommen, unter seiner Führung erfolgte zunächst der Spatenstich des neuen ÖFB-Campus in Wien-Aspern und im vergangenen August die Zustimmung des Präsidiums zu einer Strukturreform. Womit die Abberufung der bisherigen Geschäftsführer Bernhard Neuhold und Thomas Hollerer verbunden war.
Machtkampf zwischen Mitterdorfer und Rangnick
Gegen das Aus von Neuhold lief speziell Teamchef Ralf Rangnick Sturm, später unterstützten ihn dabei auch die Spieler. Das Ganze artete in einen Machtkampf zwischen Mitterdorfer und Rangnick aus: Ersterer blieb stets höflich und zurückhaltend, während der Teamchef nicht mit (heftiger) Kritik am ÖFB-Boss sparte.
Wenig Rückendeckung in Bezug auf Kaupa-Götzl
Da Mitterdorfer auch in Bezug auf Kaupa-Götzl wenig Rückendeckung hatte und es immer aussichtsloser erschien, dass er am Freitag im 13-köpfigen Präsidium die nötige Mehrheit von zumindest sieben Stimmen erhält, zog er am Donnerstagabend die Konsequenzen und trat zurück.
Wie es im ÖFB weiter geht und wer nun bis zur nächsten Hauptversammlung – geplant wäre sie im Mai 2025 in Bregenz, interimistisch das Ruder übernimmt, ist offen.
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