Schlimme Szenen in der nord- und mittelamerikanischen Nations League! Beim 2:0 von Honduras gegen Mexiko wurde Gästetrainer Javier Aguirre von einer Bierdose am Kopf getroffen – und trotzdem pochte er blutüberströmt auf den Handschlag mit seinem Gegenüber.
Es war Sekunden nach dem Abpfiff: Mexiko-Trainer Javier Aguirre geht nach der 0:2-Pleite sofort in Richtung von Honduras-Coach Reinaldo Rueda, um sich für das Spiel zu bedanken, als ihn plötzlich eine Bierdose am Kopf trifft – und diese aufgrund der Wucht auf seinem Haupt sogar zerplatzt. Es war einer von mehreren Wurfgegenständen, die von der Tribüne in dessen Richtung auf den Rasen flogen.
Aguirre ließ sich dennoch nicht beirren, zuckte nur kurz zusammen und ging beinhart weiter seines Weges. Während die medizinische Abteilung der „El Tri“ versuchte die Blutung zu stoppen, bedankte sich der Trainer bei beinahe jedem der gegnerischen Mannschaft. Erst in den Katakomben soll er sich schließlich behandeln lassen haben. Auf der Pressekonferenz sagte Aguirre, es sei nichts weiter. „Das sei eben Fußball.“
„Concacaf verurteilt die Gewalttat“
Der nord- und mittelamerikanische Verbandreagierte umgehend mit in einer offiziellen Mitteilung: „Concacaf verurteilt die Gewalttat, die sich nach dem Schlusspfiff des Nations-League-Spiels zwischen Nationalmannschaften von Honduras und Mexiko ereignet hat und bei der Mexikos Cheftrainer Javier Aguirre von einem von der Tribüne auf das Spielfeld geworfenen Projektil getroffen wurde, aufs Schärfste. Die Sicherheit der Mannschaften und Fans hat für die Concacaf Priorität. Diese Art von gewalttätigem Verhalten hat im Fußball keinen Platz. Der Vorfall wird nun an die Concacaf-Disziplinarkommission zur weiteren Prüfung und Untersuchung weitergeleitet.“
Das Rückspiel findet in der Nacht auf Mittwoch im mexikanischen Toluca statt. Aguirre ist seit Juli zum dritten Mal Nationaltrainer seines Heimatlandes. Mexiko ist im Jahr 2026 zusammen mit den USA und Kanada Gastgeber der WM-Endrunde.
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