Die aktuelle Statistik zeichnet ein trauriges Bild heimischer Haushalte – jede dritte Alleinerzieherin kämpft ums finanzielle Überleben.
Bekomme keine Kinder mit einem Idioten und kümmer dich selbst um deine Altersvorsorge, das dürften wohl die besten Ratschläge an junge Frauen unserer Zeit sein. Sieht man sich nämlich die aktuellen Zahlen der Statistik Austria an, so fällt besonders die hohe Zahl an alleinerziehenden Müttern auf, die mittlerweile Schwierigkeiten haben, mit dem Haushaltseinkommen überhaupt auszukommen.
Vom „Depressionskarussell“ aus Teilzeitarbeit, fehlender Kinderbetreuung und unbezahlter Kinder-, Kranken- oder Altenbetreuung wird da noch gar nicht gesprochen. Die Caritas schlägt deshalb Alarm und fordert wieder einmal eine Bundesregierung auf, echte Gleichstellung voranzutreiben und weibliche Armut zu bekämpfen: „Wir brauchen jetzt Gleichstellung von Mann und Frau. Die Anerkennung von Pflegearbeit – sei es für Kinder oder Ältere – muss endlich anerkannt und fair verteilt werden“, so Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler.
Für die Betroffenen ist die aktuelle Situation nach Corona und wegen Ukraine-Krieg und Teuerung desaströs. Bettina S. (60) aus Wien-Favoriten erzählt: „Ich war Hausmeisterin und dann auch Putzfrau bei den ÖBB. Mit meiner kleinen Invaliditätspension komme ich grad so über die Runden. Die Caritas versorgt mich mit Essensspenden und billiger Kleidung.“
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