Wien bekommt ein neues, junges und vielfältiges Jazzfestival! Vom 18. bis 21. November zeigt das open jazz vienna in durchaus repräsentativen Beispielen, was sich in der aktuellen Jazz-Szene Europas so tut – offen für viele Grenzüberschreitungen der Musikstile.
Der neue Geist des Jazz löst sich von Stilgrenzen, sagen die Initiatoren des Festivals, Marina Zettl und Niki Dolp, selbst aktive Musiker in Wien, und setzten mit dem Team des Vereins Reboot Jazz, nach der ersten Idee im Sommer des Vorjahres, das Vorhaben konsequent um. Das Interesse bei den Musikerkollegen war groß, und die Stadt Wien ließ sich vom Konzept überzeugen und sagte die Finanzierung zu.
Die Programmierung spiegelt den offenen und unkonventionellen Zugang wider: Eine Mischung aus der aktuellen österreichischen und internationalen Jazzszene – sowohl etablierte als auch neue Namen, Spielstätten, abseits der bekannten Jazzschauplätze und großes Überraschungspotenzial. Das soll auch neues Publikum anlocken, denn so das Motto: „Jazz ist vieles und sollte für viele Menschen zugänglich sein.“
Konkret bedeutet das beispielsweise, dass Konzerte an zwei der vier Tage in Geschäftslokalen stattfinden, wo kein Eintritt zu zahlen ist und die Musiker erst kurz vor dem Termin bekannt gegeben werden.
Fest steht der Eröffnungsabend im Theater am Spittelberg, wo die wunderbar entspannte isländische Jazzformation ADHD und das international besetzte, in Wien beheimatete Ensemble „Vienna's Magic Voices“ mit unter anderem Basma Jabr und Natasa Mirkovic auftritt.
Zum fulminanten Abschlussabend trifft man sich im FLUCC am Praterstern, wo beginnend mit einer Diskussion am Nachmittag bis spät in die Nacht bei Improvisation, Punk-Rap, Jazz und Artpop, melodisch-zeitgenössischem Jazz mit Literatur bis zu Beatbox, DJ und Variationen daraus die Buntheit der Möglichkeiten gefeiert wird. Wien braucht ein internationales, mit der Stadt verwurzeltes Jazzfestival, so das Credo. Das open jazz vienna 2024 ist also eine Art Pilotprojekt. „Es darf gesund wachsen“, sagt Marina Zettl.
Infos: www.openjazzvienna.at
Verena Kienast
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