Er war Tischler, später verdiente er sein Geld als Innenarchitekt – heute ist Anton Thurnberger Künstler aus Leidenschaft. Bei der Verleihung der Energy-Globe-Awards in Linz stellte der 71-Jährige aus St. Georgen bei Grieskirchen seine Bilder aus, für die er nicht zum Pinsel greift.
„Ich sehe das, was andere nicht sehen und deshalb hundertmal daran vorbeirennen.“ So beschreibt Anton Thurnberger seinen Blick auf die Natur, der die Basis für seine künstlerische Arbeit ist. Botanische Schleifbilder gestaltet der 71-Jährige aus St. Georgen bei Grieskirchen, der diese Leidenschaft erst vor zwölf Jahren entdeckt hat. Ein Tischlermeister ist er, war außerdem 25 Jahre in der Innenarchitektur selbstständig: „Dann wollte ich etwas ganz Neues machen“, erzählt er.
Ein Bindemittel hat er selbst entwickelt, eine eigene Presse bauen lassen, um die Bilder, in denen sich auf wenige Millimeter dünn geschnittene Baumstämme, Wurzeln, Königskerzen, Getreideähren, Disteln und Co. wiederfinden, herzustellen. Abdecken, pressen, schleifen – immer und immer wieder wiederholt sich dieser Vorgang.
Wo Thurnberger seine Materialien findet? „Meistens nicht auf der schönen Blumenwiese, sondern in einer Gstettn, auf einer Böschung oder in einem Hinterhof“, schwärmt er. Nie zieht er ohne eine kleine Schere und Kabelbinder los: „Damit ich ausgerüstet bin, wenn mir die Pflanzen in die Hände fallen.“
Hilfe für die Tochter als Initialzündung
Dass er heute so mit der Natur arbeitet, ist übrigens Thurnbergers Tochter zu verdanken: Sie musste in ihrer Schulzeit insgesamt 200 Pflanzen sammeln und bestimmen. Der Papa half bei der Mammutaufgabe und erkannte, wie schön und vielfältig Gräser, Blumen und Co. sind.
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