16 Sitze im Parlament in Wien stünden Tirol zu, tatsächlich besetzt werden aber wegen der Reststimmen weniger. Die Vorzugsstimmen könnten noch die eine oder andere Personalie ändern.
Personell kann sich durch die Auszählung der Vorzugsstimmen noch einiges ändern, aber nach derzeitigem Stand sollten mindestens zwölf Tiroler Kandidatinnen und Kandidaten den Einzug in den Nationalrat schaffen. Je nach Verteilung der Reststimmen können es auch noch mehr als die zwölf werden, rein rechnerisch stünden Tirol 16 zu. Aber auch beim letzten Mal 2019 wurden die Sitze aufgrund der Wahlarithmetik nicht ausgeschöpft.
ÖVP verliert wohl mindestens einen Sitz für Tirol
Infolge des Wahlergebnisses wird die Tiroler ÖVP wohl einen oder sogar mehrere Sitze für Tirol verlieren. Sechs waren es beim vorherigen Wahlgang, diesmal ist mit fünf zu rechnen. Spannend wird, ob Ex-NR Franz Hörl den Wiedereinzug aufgrund der Vorzugsstimmen schafft. Diese können die Reihung auf den Listen noch entscheidend verändern. Nötig sind aber 7% der Wählerstimmen für eine Vorreihung auf der Bundespartei-, 10% auf der Landes- und 14% auf der Regionalparteiliste.
Vier ÖVP
Zwei SPÖ:
Vier FPÖ:
Neos:
Grüne:
Nicht nur die ÖVP wird aller Voraussicht nach eines oder sogar mehrere NR-Mandate verlieren, auch die Grünen trifft dieses Schicksal. Sie durften bislang zu zweit nach Wien reisen. Neos und SPÖ könnten jeweils einen zusätzlichen zum bisherigen Kandidaten entsenden. Wie haben die Kandidaten in ihren jeweiligen Heimatgemeinden abgeschnitten? Totschnig hat in Tristach den landesweiten ÖVP-Verlust mit 12,84% etwas eingrenzen können. In fast demselben Ausmaß (11,35%) gewann Peter Wurm (FPÖ) in Mils bei Hall dazu. Der Vomper Vize-BM Klaus Mair sorgte wohl auch dafür, dass der Verlust der ÖVP mit 8,77% vergleichsweise gering ausfiel. Dieses Kunststück gelang LK-Chef Hechenberger nicht: Verlust in Reith i. Alpbachtal: 25,5%, mehr als im Landesschnitt.
Die Vorzugsstimmen-Ergebnisse sollen Dienstag vorliegen, dann steht auch die Reihung fest.
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