Die beiden Niederösterreicher waren Samstag früh von Eisenerz (Bezirk Leoben) aus in östlicher Richtung unterwegs, um Teile des Hochschwabmassivs zu überqueren. Dabei wählten sie die Tourenroute über das sogenannte Bärenloch, die Pfaffingalm und die Androthalm Richtung Sonnschienalm. Gegen 18 Uhr stürzte der 34-Jährige bei einer kurzen Abfahrt im Bereich der Androthalm und verletzte sich am Brustkorb.
Mit Unterstützung seines Freundes erreichte der Verletzte unter immer stärker werdenden Schmerzen und trotz Dunkelheit eine Stunde später die Sonnschienhütte (1.526 Meter). Dort verschlechterte sich sein Gesundheitszustand plötzlich dramatisch. Zufällig anwesende Mitglieder der Bergrettung Tragöß kümmerten sich um die Erstversorgung und verständigten die Landeswarnzentrale.
Landeplatz nur behelfsmäßig ausgeleuchtet
Da zu diesem Zeitpunkt wegen Dunkelheit kein Rettungshubschrauber mehr verfügbar war, wurden der Einsatzpilot und der Flight Operator der Flugeinsatzstelle Graz informiert. Die beiden Beamten hatten zwar ihren Dienst um 18 Uhr beendet, waren aber noch am Flughafen und zögerten keine Sekunde. Nach Abklärung der Witterungsverhältnisse - klare Nacht und nur leichter Wind - flogen sie Richtung Hochschwab.
In Tragöß südlich der Sonnschienalm nahmen sie einen weiteren Bergrettungsmann an Bord und landeten gegen 19.50 Uhr am behelfsmäßig ausgeleuchteten Einsatzort. Der Verletzte wurde ins LKH Bruck geflogen. Die Ärzte diagnostizierten Verletzungen unbestimmten Grades, eine Thoraxprellung und Verdacht auf innere Verletzungen. An dem Einsatz waren auch zehn Bergretter aus Tragöß sowie zwei Beamte der Alpinpolizei Bruck beteiligt.
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