„Freiheit und Autonomie sind wichtig“, sagt der Stadtrat für Bildung. Viele Kindergärten kübeln ihre Garderoben-Symbole.
Es gibt kein Verbot der Kindergarten-Symbole, und das wird es mit mir nicht geben“, erklärt Wiens Bildungsstadtrat und Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (Neos) im Gespräch mit der „Krone“.
Und wie kann es dann sein, dass es den Zeichnungen wie Pilz, Blume oder Schmetterling (siehe auch Artikel rechts) immer öfter an den Kragen geht?
Einrichtungen dürfen selbst entscheiden
Die Antwort ist einfach: Die Einrichtungen dürfen selbst entscheiden, ob der Garderoben-Pilz in die Biotonne wandert. Und so gibt es noch einige wenige traditionelle Kindergärten, die auf die Zeichnungen setzen, damit sich Kinder, die noch nicht lesen können, bei der Kleiderablage zurechtfinden. Und solche, die aus falsch verstandener politischer Korrektheit darauf verzichten, um die Kleinen nicht zu verstören.
Ein wie auch immer geartetes „Verbot“ der Verwendung von Symbolen gibt es jedenfalls nicht.

Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr
Bild: APA/GEORG HOCHMUTH
Gibt es eine Empfehlung des Stadtrats? Wiederkehr: „Ich bin kein Pädagoge. Meine Empfehlung: mit Fachpersonal vor Ort, Eltern und Kindern ein stimmiges System finden. Das können Symbole sein, der Name, Fotos oder Zeichnungen. Freiheit und Autonomie sind mir wichtig.“
Wiederkehr erklärt weiter: „Die Stadt Wien ist sowohl im Kindergartenausbau als auch in der pädagogischen Qualität österreichweite Spitzenreiterin. Seit diesem Jahr investieren wir über eine Milliarde Euro pro Jahr in hochwertige elementare Bildung.“
Fazit dieser Autonomie-Politik: Die Garderoben-Symbole sterben immer mehr aus.
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