Verkehrsminister Winfried Hermann und Mobilitätslandesrat Daniel Zadra unterzeichneten am Mittwoch in Stuttgart eine Absichtserklärung, die bessere Bahnverbindungen zwischen Baden-Württemberg und Vorarlberg vorsieht.
Direktverbindungen zwischen Baden-Württemberg und Vorarlberg sollen geprüft werden, ließen die beiden für Verkehr zuständigen Regierungsmitglieder nach der Unterzeichnung des Schriftstücks wissen. Zwar sei der öffentliche Nahverkehr in beiden Regionen sehr gut ausgebaut und werde auch durchaus genutzt, was den grenzüberschreitenden Verkehr angeht, orten Hermann und Zadra aber noch Luft nach oben. Bedarf sehen die Regierungsmitglieder, die beide den Grünen angehören, beispielsweise für einen Skizug, der von Stuttgart über Bregenz bis nach Schruns fahren könnte. Und auch was die Schienenverbindung zwischen den beiden Landeshauptstädten angeht, gebe es noch einiges zu tun.
Berufspendler und Schienengüterverkehr
„Baden-Württemberg und Vorarlberg sind in vielerlei Hinsicht miteinander verbunden – etwa durch den grenzüberschreitenden Berufspendlerverkehr“, erläuterte Landesrat Zadra. Bereits vor zwei Jahren hätten sich beide Länder bei der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) dazu bekannt, den grenzüberschreitenden Schienenverkehr zu verbessern, ergänzte der Baden-Württemberger. „Pendler sollen demnach durch ein besseres Angebot einen Anreiz bekommen, auf die klimaschonende Bahn umzusteigen“, betonte er. Da beide Länder wirtschaftlich starke und exportorientierte Regionen sind, wollen auch die dort produzierten Waren von A nach B gebracht werde – und dies am besten auf der Schiene. „Wird der Schienengüterverkehr in beiden Ländern ausgebaut, könnten die CO₂-Emissionen wirksam gesenkt und die Straßen vom Schwerverkehr entlastet werden“, erläutert Winfried Hermann.
3900 Kilometer umfasst das Schienennetz im deutschen Bundesland Baden-Württemberg. DAs Vorarlberger Schienenetz fällt mit einer Länge von rund 123 Kilometern etwas kürzer aus.
Was die Direktverbindungen zwischen Stuttgart und Bregenz angeht, ist bereits im September eine Besprechung zu möglichen Maßnahmen für den Fahrplan 2027 anberaumt. Geklärt werden sollen Fragen zum Kapazitätsbedarf und die Verfügbarkeit von Zügen. Ein weiteres Thema ist die Erhöhung von Qualität und Service im Bereich des Knoten Lindau und den angrenzenden Streckenabschnitten. Dabei soll auch der Freistaat Bayern eingebunden werden.
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