Im aktuellen Sommer purzelt ein Temperaturrekord nach dem anderen. Das hat Auswirkungen auf viele Bereiche – gute wie schlechte. Der Stromverbrauch stieg deutlich an, genauso der Speiseeisverkauf. Bei der Wassermenge in den Flüssen gab es einen eklatanten Rückgang. Ein Ende der Hitze ist in den kommenden Tagen nicht zu erwarten.
In einem Songtext der der deutschen Band 2raumwohnung heißt es: „36 Grad, und es wird noch heißer“. Wie die aktuelle Klima-Sommerbilanz für Oberösterreich zeigt, hätte Weyer am 29. Juni mit 35,6 Grad beinahe diesen Spitzenwert erreicht – und es soll zumindest bis Mitte nächster Woche für diese Jahreszeit ungewöhnlich warm bleiben.
Hoher Stromverbrauch
Das dürfte auch den Stromverbrauch weiter auf hohem Niveau halten. „Früher gab es einen starken Unterschied zwischen Winter und Sommer, jetzt ziehen die warmen Monate nach“, sagt Wolfgang Denk, Pressesprecher der Netz OÖ. Grund könnten unter anderem die vielen Klimageräte sein, die momentan vielerorts auf Hochtouren laufen.
Gleichzeitig produzieren die Wasserkraftwerke wegen der niedrigen Pegelstände der Flüsse aber weniger Strom: So war im Juli und August ein Rückgang von fünf bis zehn Prozent zu verzeichnen. „Eine Abschaltung ist aber kein Thema, da müsste es schon über acht Wochen lang gar nicht regnen“, sagt Denk.
Eis und Mineralwasser boomten
Dass aktuell immer mehr Klimaanlagen eingebaut werden, bestätigt auch Christoph Stoiber, Geschäftsführer der Landesinnung der oö. Mechatroniker. Auch Speiseeis- oder Mineralwasser-Produzenten freuen sich über ein deutliches Umsatzplus.
Weniger Freude mit der Hitze haben die heimischen Landwirte. Die Schadensbilanz der Österreichischen Hagelversicherung ergibt bis Mitte August bundesweit wegen der Dürre bereits einen Gesamtschaden von 100 Millionen Euro. Außerdem bietet das trockene und heiße Wetter der vergangenen Wochen ideale Bedingungen für den Borkenkäfer.
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