Laut einem Rohbericht des Rechnungshofs fehlt in Hallein und in St. Johann eine Digitalisierungs-Strategie. Die Prüfer haben in ganz Österreich Städte nach ihren digitalen Angeboten untersucht. In Hallein wird im September ein neuer Leitfaden präsentiert. In beiden Salzburger Gemeinden zählt aber auch weiterhin analoges Angebot.
Ganze 68 Seiten hat der Rohbericht des Rechnungshofes zum Thema „Digitales Leistungsspektrum“ der Gemeinden. Im Visier waren vier Städte in Österreich: Groß-Enzersdorf, Mödling, Hallein und St. Johann im Pongau.
Von April bis Oktober 2023 wurden die Städte auf ihre digitalen Angebote inspiziert. Nun ist der Rohbericht fertig. Die Gemeinden müssen dabei alle recht ähnliche Kritik einstecken.
Drei Gemeinden fehlt eine ersichtliche Strategie
Bis auf Groß-Enzersdorf hatte keine Gemeinde eine formale Digitalisierungsstrategie. Die Gemeinden handelten meist nur anlassbezogen. Keine Gemeinde analysierte die Anforderungen der Bürger für die Nutzung von digitalen Amtsangeboten. Ziele wurden überwiegend keine definiert. Weiters kritisiert der Rechnungshof, dass in Hallein und Mödling die Digitalisierung nicht zentral gesteuert wird.
Der Rechnungshof empfiehlt, die Punkte aufzuarbeiten. Martin Recknagel, EDV-Leiter in Hallein, erklärt: „Wir sind mit der Digitalisierungsstrategie fertig. Sie soll am 26. September im Gemeinderat präsentiert werden.“
In St. Johann sagt Eveline Huber, rote Ortschefin: „Wir warten auf den Endbericht und werden im Rahmen der personellen Möglichkeiten Schritte zur Verbesserung setzen.“
St. Johann und Hallein wollen bei aller Digitalisierungseuphorie allerdings eines: Für die älteren Mitmenschen soll das analoge Angebot bestehen bleiben.
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