Nach einer Knochenmark-Transplantation in Graz kämpft sich Stadtchef Hannes Primus langsam zurück ins Leben.
Die Diagnose war ein Schock für Ehefrau Andrea sowie für die Kinder Chiara, Nikoletta und Fabio, aber auch für viele Wolfsberger: Stadtchef Hannes Primus leidet an einer seltenen Blutkrankheit. Nur eine Knochenmark-Transplantation kann ihm helfen. Nach Wochen voll Bangen und Hoffen und einem geglückten Eingriff in der Uni-Klinik Graz traf die „Kärntner Krone“ den Stadtchef zu Hause in seinem Refugium. Das Interview erfolgt im Garten. Und zwar mit Sicherheitsabstand, um eine Infektion zu vermeiden.
Fünf Wochen war Primus nach der Spende durch Schwester Daniela Track-Primus im Krankenhaus isoliert. „Die Behandlung war top. Wir setzen alle Hoffnung auf den großen Fortschritt der Medizin“, sagt Daniela Track-Primus. Als sie wusste, dass sie als Spenderin in Frage kommt, hat sie keine Sekunde gezögert. „Das ist ähnlich wie eine Dialyse. Blut wird abgenommen, Stammzellen werden herausgefiltert.“
„Sehe das Leben mit anderen Augen“
Ihr Bruder, der Stadtchef, sieht das Leben seither mit anderen Augen: „Ich wurde praktisch neu geboren und nehme die Welt um mich ganz anders wahr. Noch nie hat frisch gemähter Rasen im Garten so gut gerochen. Die Gesundheit ist das höchste Gut. Ich blicke Schritt für Schritt und positiv gestimmt in die Zukunft!“
Seine Frau Andrea meint: „Ich koche alles, was er will, aber noch schmeckt es ihm nicht.“ Primus hat 15 Kilo abgenommen und muss derzeit 36 Tabletten einnehmen: „Sehr oft wird mir davon schlecht.“ E-Mails lesen, telefonieren, manchmal heimlich mit Schutzmaske ins Rathaus schleichen, das bringt ein wenig Abwechslung in seinen Alltag. Sein Sohn Fabio teilt Papa zum Bauen mit Lego-Technik und zum Uno-Spielen ein.
Eines liegt dem Bürgermeister am Herzen: „Jeder junge Mensch sollte sich typisieren lassen. Das tut nicht weh.“
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