In zwei Wochen startet wieder die Schule. Und noch lange sind nicht alle Lehrerposten besetzt. Die „Krone“ hat in Oberösterreich genauer hingeschaut und je nach Bezirk gibt es große Unterschiede. Vor allem ein Landbezirk ist ein negativer Ausreißer und eine Stadt ein positiver.
Steyr ist die Stadt der Seligen. Zumindest, wenn es darum geht, dass in zwei Wochen genug Lehrer in den Klassen stehen. Denn in der Eisenstadt ist nur ein einziger Posten in Pflichtschulen unbesetzt – in der VS Ennsleite. Auch in den Bezirken Steyr-Land und Eferding schaut’s gut aus: Jeweils drei Stellen sind offen. In Freistadt, Gmunden und Rohrbach sind es vier Volks- oder Mittelschullehrer, die noch „abgehen“. Zweistellig ist die Vakanz nur in Wels-Land (zehn Stellen), Wels-Stadt (13), Linz-Land (18), Linz-Stadt (20) und – auffällig, als einziger Landbezirk – in Braunau mit ebenfalls 20 offenen Lehrerposten.
Wir konnten in den letzten drei Jahren eine leichte Entspannung spüren, aber für einige Schulen bleibt die Situation herausfordernd.
Alfred Klampfer, Bildungsdirektor OÖ
Teils nur zwei Stunden
Landesweit sind bekanntlich 301 Lehrerposten ausgeschrieben, von denen aber 85 Prozent Teilzeitstellen sind, manche nur mit zwei oder vier Stunden. „Im Pflichtschulbereich sind 45 Vollzeitstellen unbesetzt“, hofft Bildungsdirektor Alfred Klampfer noch auf Last-Minute-Bewerber.
Deutsch ist gefragt
In den Volksschulen gibt’s mit 150 offenen Positionen den meisten Aufholbedarf, in den Mittelschulen sind 129, in den Polys und Sonderschulen je elf Stellen offen. Die gefragtesten Gegenstände sind Deutsch, Englisch, Mathe, Turnen, Informatik, Physik und Chemie.
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