Am Mittwoch hat der auf vier Kapitel aufgeteilte Reigen der Band Coldplay in Wien begonnen. Besonders berührend: Sänger Chris Martin sang „Love Story“ von Taylor Swift – extra für die enttäuschten österreichischen Fans.
Bei all dem Hype um Taylor Swift, dem derzeit fraglos größten Popstar der Welt, geht völlig unter, dass die Briten von Coldplay die eigentlichen Könige dieses Konzertsommers sind. Chris Martin und Co. füllen dieser Tage nicht weniger als viermal das Wiener Ernst-Happel-Stadion und locken dabei weit mehr als 200.000 Fans an.
Die Karten waren schon vor vielen Monaten restlos ausverkauft, danach klammerten sich Suchende verzweifelt an die üblichen Ticketbörsen, um die letzten Hoffnungsschimmer auf das große Pop-Glück im Spätsommer aufrechtzuerhalten.
Massive Sicherheitsmaßnahmen
Nach den tragischen Absagen der Swift-Konzerte geht es dieser Tage nicht nur um eine kunterbunte Pop-Show mit Top-Hits und atemberaubenden Effekten, sondern auch darum, den Konzertstandort Wien als sicher und empfehlenswert zu präsentieren.
Fast zwei Wochen nach den mutmaßlichen Anschlagsplänen auf die Taylor-Swift-Konzerte in Wien waren mehr als doppelt so viele Beamtinnen und Beamte als üblich im Einsatz. Zudem wurden Bild- und Videoaufnahmen von dem Gelände gemacht, auch eine Drohne war im Einsatz. Es habe aber keine konkrete Gefährdungslage gegeben, versicherte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).
Ruhige Fans
Im Zuge ihrer mehrjährigen „Music Of The Spheres“-Tour glitzerte und blinkte es am Mittwoch aus allen Winkeln, dazu zeigte sich Martin publikumsnah und stimmstark. Das Set ist in planetare Unterkapitel eingeteilt und sorgte einerseits für ausufernde, dann aber auch wieder für melancholische Momente.
Coldplay-Fans gelten laut der Leiterin der Einsatzabteilung Xenia Zauner als entspannt. Vereinzelt reisten Besucherinnen und Besucher mit der Liliputbahn an, manche waren bereits ab Mittag bei den Fahrgeschäften. Ob die Vorkehrungen künftig bei ähnlichen Veranstaltungen zurückgefahren werden, müsse von Fall zu Fall engeschätzt werden, sagte Karner. Seit Oktober 2023 wurde die Terrorwarnstufe von drei auf vier erhöht.
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