Apokalyptische Szenen

Tausende Türken flüchten vor Flammenmeer bei Izmir

Ausland
18.08.2024 12:39
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Türkei kämpft die Feuerwehr seit Tagen gegen zahlreiche Waldbrände. Vor allem der Großbrand am Rande der Küstenmetropole Izmir bereitete den Einsatzkräften Schwierigkeiten – dort erschwert starker Wind die Löscharbeiten. 

Die Flammen, die zwischenzeitlich Wohngebiete im Stadtbezirk Karsiyaka bedrohten, konnten aber inzwischen zurückgedrängt werden. Seit Donnerstagabend kämpfen knapp 3000 Einsatzkräfte gegen die Flammen am Berg Yamanlar am Rande der Küstenstadt.

Weiterer Waldbrand ausgebrochen
Im Bezirk Urla in der Provinz Izmir brach am späten Samstagabend unterdessen ein weiterer Waldbrand aus. Eine Feriensiedlung mit 440 Häusern sei evakuiert worden, sagte der Provinzgouverneur Süleyman Elban der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge.

Apokalyptische Szenen aus Izmir:

Insgesamt gibt es nach Angaben von Landwirtschaftsminister Ibrahim Yumakli zurzeit acht aktive Waldbrände in der Türkei. In der vergangenen Woche seien 131 Feuer auf Landwirtschafts- oder Waldflächen von Städten wie Aydın, Bolu, Mugla und Manisa ausgebrochen, teilte die Katastrophenschutzbehörde am Samstag auf X mit.

In der Nacht auf Samstag brannten Yumakli zufolge bei Izmir 17 Wohnhäuser nieder, 105 Wohn- und 44 Arbeitsgebäude wurden evakuiert. Allein in der Küstenmetropole wurden laut dem Minister 1600 Hektar Land durch die Flammen vernichtet. Insgesamt fast 4000 Menschen in mindestens vier Städten und Provinzen des Landes mussten sich demnach vor den Flammen in Sicherheit bringen.

Sieben Verdächtige festgenommen
Die Brandursache ist noch unklar. Nach Angaben des Innenministeriums wurden sieben Menschen festgenommen und zwei verhaftet. Sie werden verdächtigt, für einen Teil der Brände verantwortlich zu sein.

Etliche Landstriche sind komplett abgebrannt.
Etliche Landstriche sind komplett abgebrannt.(Bild: AFP/Sophie CHAUVEAU)

Izmir und vor allem die naheliegenden Badeorte sind beliebte Urlaubsziele. Die Türkei kämpft seit Beginn des Sommers mit einer Hitzewelle und Trockenheit. Dadurch können sich Waldbrände schneller ausbreiten. Nach Angaben der türkischen Meteorologie-Direktion war der Juli in der Türkei der heißeste seit 53 Jahren. Auch im Nachbarstaat Griechenland wütete zuletzt ein riesiger Waldbrand nordöstlich der Hauptstadt Athen.

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