Salzburg will seinen S-Link bekanntlich bis Bad Ischl verlängern, aus Linz kommt dafür aber eine Absage: Das sorgt jetzt für Aufregung und Empörung im Salzkammergut. Warum, lesen Sie hier.
Die „Krone“ machte die Details zu diesem Öffi-Projekt in der Vorwoche zum Thema: Ein Ast des in Salzburg geplanten S-Links (eine Verbindung von Nord nach Süd in der Landeshauptstadt) soll bis nach Bad Ischl reichen. Verkehrsplaner haben jetzt jedenfalls den Auftrag erhalten, mögliche Trassen zu suchen.
Rote Kritik an blauem Verkehrslandesrat
Noch vor offiziellen Gesprächen mit Oberösterreich erteilte Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) dem Vorhaben aber eine Absage. Gegenüber der „Krone“ sprach er von utopischen Plänen, außerdem habe die Regional-Stadtbahn Linz Priorität. SPÖ-Verkehrssprecher Tobias Höglinger sagt: „Statt wenigstens zu versuchen, die Salzburger Initiative auf unserer Seite der Bundeslandgrenze konstruktiv aufzugreifen, winkt er ab und erklärt der Bevölkerung im Salzkammergut, es könne keine Bahnprojekte anderswo geben, weil wieder einmal alles im Zentralraum gemacht werden müsse.“
Alte Trasse 1957 aufgelassen
Die aktuellen Pläne sehen vor, die Ischler Bahn zu reaktivieren. Das Problem dabei: Die alte Trasse der 1957 eingestellten Bahn nach Salzburg ist mittlerweile verbaut, es müsste eine neue gesucht werden. Der SPÖ-Abgeordnete wundert sich, dass Steinkellners Verkehrsressorts nicht zwei „herausfordernde Bahnprojekte zur gleichen Zeit“ bearbeiten könne. Höglinger schlägt den Bewohnern des Salzkammerguts vor, sich gleich an LH Thomas Stelzer zu wenden, um in der Sache etwas weiterzubringen. Zur Regional-Stadtbahn Linz sagt Höglinger: „Erst der Landeshauptmann und der Baudirektor konnten gemeinsam mit dem Linzer Bürgermeister das Projekt finalisieren“, bekommen die Schwarzen hier Lob von den Roten.
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