Die im Zentrum einer Geschlechter-Debatte stehende Imane Khelif hat sich bis ins Olympia-Finale durchgeboxt. Ihre Eltern hätte die „männliche“ Boxerin gerne vor Ort mit dabei. Doch vor dem mit Spannung erwarteten Goldkampf gibt’s einen Einreise-Zoff.
Wie algerische Medien berichten, gibt es Probleme rund um die Einreise von Khelifs Eltern. Die Tageszeitung „Echorouk“ vermeldet, dass es ihren Eltern normalerweise nicht möglich sei, nach Frankreich zu kommen. Ein genauer Grund wird nicht genannt. Womöglich fehlen den Eltern die nötigen Dokumente für eine Einreise.
Die Eltern der Sportlerin sind in der Provinz Tiaret zu Hause und nicht gewohnt, in andere Länder zu reisen, heißt es. Nun schaltete man offenbar sogar Politiker auf „höchster Ebene“ ein, diese sollen das Problem lösen, dass Khelifs Mutter und Vater doch noch beim Kampf mit dabei sein können. Am Freitagabend wird Khelif gegen die Chinesin Yang Liu um Gold im Weltergewicht kämpfen.
Geschlechter-Debatte
Die Kämpfe von Khelif und Lin Yu-Ting aus Taiwan werden von einer heftig geführten Startrecht-Kontroverse begleitet. Diese geht weit über den Sport hinaus und erfasst auch höchste politische Kreise.
Beide Boxerinnen waren nach bisher nicht näher spezifizierten Geschlechter-Tests vom Verband IBA, der vom Internationalen Olympischen Komitee nicht mehr anerkannt wird, von der WM 2023 ausgeschlossen worden. Beide hätten laut IBA die erforderlichen Teilnahmekriterien nicht erfüllt und „im Vergleich zu anderen weiblichen Teilnehmern Wettbewerbsvorteile“ gehabt.
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