So, 18. November 2018

Erderwärmung

01.09.2005 11:48

Klimawandel begünstigt Stärke von Hurrikans

Die immer genaueren Klimamodelle sagen für den tropischen Atlantik höhere Meerestemperaturen sowie mehr Feuchtigkeit und das Auftreten höherer Energie in der Atmosphäre voraus. All diese Faktoren begünstigen die Stärke von Hurrikans, wie sie New Orleans in diesen Tagen erlebt, meint Greenpeace. In den letzten drei Jahrzehnten hätte die Stärke von Hurrikans signifikant zugenommen.

Zwar könne man noch keinen sicheren Zusammenhang zwischen Umwelt und Stärke von Hurrikans festlegen. Trotzdem fordert Greenpeace-Klimaexperte Erwin Mayer rasches und entschiedenes Handeln von Seiten der Politik. Eine massive Reduktion der globalen Treibhausgase um minus 30 Prozent bis 2020 und minus 80 Prozent bis 2050 wäre von Nöten.

Auswirkungen des Klimawandels
Im Rahmen der Temperaturzunahme um 2.2 Grad Celsius im Vergleich zu Beginn der Wetteraufzeichnungen sagen einige Klimamodelle eine Zunahme der oberflächennahen Winde um drei bis sieben Meter pro Sekunde voraus. Das bedeutet eine Zunahme von fünf bis elf Prozent. Auch der Radius der Hurrikans nimmt um zwei bis drei Prozent zu. Zugleich nimmt der Luftdruck um sieben bis 24 hPa (Hektopascal) ab, was wiederum die Zerstörungskraft der Hurrikans erhöht. Der Niederschlag, der in den Hurrikans fällt, kann so um bis zu 28 Prozent zunehmen. Bei der Interpretation historischer Daten kann man erkennen, dass die durchschnittliche Spitzengeschwindigkeit der Hurrikans um 1850 180 km/h betrug, 2004 hingegen bereits 250 km/h.

So entstehen Hurrikans
Hurrikans oder tropische Zyklone entstehen, wenn große Flächen der Meeresoberfläche mehr als 27 Grad Celsius aufweisen, darüber kalte Luftschichten liegen und die Windscherenkräfte gering sind. Es gibt eine starke Relation zwischen der Zunahme der Meeresoberflächentemperatur und der Intensität von Hurrikans in der Karibik.

Der Einfluss des Menschen
Der Einfluss der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen auf den Klimawandel und in Folge auf den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur ist bekannt. "Viele Wetterereignisse und Katastrophen liegen zwar noch im natürlichen Schwankungsbereich. Dennoch sollten die Überflutungen und Dürren in Europa und die verstärkt und häufiger auftretenden Hurrikans und Taifune im Atlantik und Pazifik die Politik endlich dazu veranlassen gemäß dem Vorsorgeprinzip die Treibhausgase endlich zu reduzieren", betont Mayer.

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