Unter der Führung von Land und Stadt will der Flughafen Klagenfurt nach dem Scheitern des privaten Investors Lilihill erfolgreich arbeiten, von allen Flughäfen Österreichs hat man von Jänner bis Mai aber den größten Passagier-Rückgang. Auch darum veranstaltet der Airport im September ein Lauffest.
Der Flughafen Klagenfurt erlebt am 7. September eine Premiere, erstmals findet ab 21 Uhr der Nightrun statt. Der Lauf über 5,5 Kilometer ist direkt auf der beleuchteten Start- und Landesbahn des Flughafens. Veranstalter ist der Airport selbst, es gibt eine Tombola-Preisverleihung, einmal im Jahr will der Flughafen mit einem Event abseits des täglichen Flugverkehrs im Rampenlicht stehen.
Von der Infrastruktur her ist es auch möglich, denn die Passagierzahlen des Jahren sind unerfreulich. Der Airport wird nach der Lilihill-Bruchlandung heuer ja wieder von öffentlicher Hand betrieben. Von Jänner bis Mai 2024 wurden am Airport 46.039 Passagiere abgefertigt. Im Jänner gab’s im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 47 Prozent an Fluggästen, auch der Februar, März (jeweils minus 40 Prozent) und Mai (minus 10 Prozent) liegen klar unter den Vorjahreswerten. Nur der April brachte eine Steigerung von 11 Prozent. Von allen Flughäfen Österreichs hatte Klagenfurt heuer den stärksten Rückgang an Passagieren. Von den sechs rot-weiß-roten Airports ist man Fünfter, Linz ist Letzter.
Kurioserweise gab es heuer auch in Linz einen Airport-Run, es war ein tolles Event mit 2552 Teilnehmern.
„Der Einbruch an Passagieren ist auch zu erklären“, sagt Flughafendirektor Maximilian Wildt. „Im Vorjahr wurden von Jänner bis März noch Dublin, Manchester, Brüssel und Köln angeboten, die Verbindungen gibt es heuer nicht mehr.“ Wildt bemüht sich sehr. Für 2024 wird ein finanzieller Zuschuss von rund 13 Millionen Euro benötigt. Bis 2028 soll der Flughafen wieder positiv bilanzieren.
Das stärkste Quartal ist in Klagenfurt immer das dritte. Heuer werden wieder zwei Flüge täglich nach Wien angeboten. Auch nach London, Mallorca, Alicante (Sp) und Paros (Grie) kann man von Kärnten aus abheben, aber nicht täglich.
„Fakt ist, dass wir dringend neue Flugverbindungen brauchen, das müssen aber nachhaltige Routen sein. Mit Zielen, wo die Leute unbedingt hinwollen“, sagt Wildt. Im heurigen Jahr wollte der Airport Klagenfurt 200.000 Passagiere abfertigen. Die Zahl erreicht man nicht.
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