In Sankt Wolfgang wurde eine schwimmende Kunstinstallation feierlich enthüllt. Der Hingucker hat aber auch eine sehr ernste Botschaft. Er ist ein Zeichen der globalen Klimaerwärmung. Dass der 700 Kilo schwere und drei Meter hohe Klotz auch bei extremer Hitze schmelzen könnte, ist definitiv ausgeschlossen.
Touristen zücken ihre Handys am Seeufer in St. Wolfgang im Salzkammergut. Aus dem türkisgrünen Wasser ragt ein etwa drei Meter hoher Eisberg, der die Urlauber in Staunen versetzen soll. Auch wenn sich der eine oder andere dieses Naturphänomen vielleicht größer vorstellen würde, tut die von Helidon Xhixha entworfene Kunstinstallation das, was sie soll: Sie erzeugt Aufmerksamkeit.
Ein Zeichen der globalen Klimaerwärmung
„Genau das ist, was wir wollen. Ein Eisberg gehört ins Wasser, schnell ist die Wahl auf diesen Ort gefallen“, erklärt Initiator Dominik Bichler. Als Chef des „Landhaus zu Appesbach“ in St. Wolfgang will Bichler aufrütteln. „Der Eisberg ist ein Zeichen der globalen Klimaerwärmung, unsere Umwelt ist schützenswert, gerade hier im Salzkammergut.“
Wobei das durchaus wertvolle Stück einen langen Weg hinter sich hat. Immerhin konnte man den „Iceberg“ schon 2015 auf der Biennale in Venedig betrachten. Mit einem Tieflader wurde der 700 Kilo schwere, sechs Meter lange, drei Meter hohe und 2,5 Meter breite Koloss zuerst nach Salzburg und dort vom Hangar7 zum Wolfgangsee transportiert.
Wo er mit Sicherheit für Gesprächsstoff sorgen wird, ist sich die Geschäftsführerin vom Tourismusverbands, Yvonne Rosenstatter, sicher. „Wir im Salzkammergut sind gesegnet mit unglaublicher Natur. Die wollen wir uns noch lange erhalten.“
Die Edelstahlplatten wurden zusammengeschweißt. Insgesamt habe ich rund drei Monate an diesem Werk gearbeitet. Es glänzt in seiner vollen Pracht und soll die Menschen auf die Erderwärmung aufmerksam machen.
Helidon Xhixha, Künstler aus Albanien
Dieser Eisberg wird sicher nicht schmelzen
Schmelzen wird die schwimmende Kunstinstallation übrigens nicht, besteht das Werk aus zusammengeschweißten Edelstahlplatten. Innen ist das Kunstwerk hohl und mit Bojen verankert und ragt ca. 40 Zentimeter unter Wasser. Der Künstler, ein gebürtiger Albaner, hat drei Monate an seinem Werk gefeilt. Bis Mitte Oktober kann man den Eisberg beim Landhaus zu Appesbach begutachten.
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