Blau-Weiß-Linz-Neuzugang Thomas Goiginger im Interview mit der Krone über die Wichtigkeit von Wertschätzung, seinen ungewöhnlichen Karriere-Weg vom Amateurspieler zum Fußballprofi und große Emotionen vor dem nächsten Bruderduell mit dem Stadtrivalen LASK
Kein Wunder, dass so mancher LASK-Fan Schnappatmung bekam, als er mit dem Transfer der schwarz-weißen Legende Thomas Goiginger zum Stadtrivalen Blau-Weiß Linz konfrontiert wurde. Wird das nächste Stadtderby besonders emotional?
Ich habe mir darüber natürlich Gedanken gemacht und weiß, dass es nicht nur positive Reaktionen geben wird. Die Rivalität zwischen den beiden Klubs ist bekannt, aber es ist Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich für jeden meiner Vereine immer 100 Prozent gebe.
Was war für die Zusage bei Blau-Weiß ausschlaggebend?
Die letzten eineinhalb Jahre waren für mich nicht einfach. Beim LASK habe ich wenig gespielt und in Osnabrück sind am letzten Transfertag zwei neue Spieler gekommen. Ich habe gespürt, dass man mich nicht mehr braucht, obwohl ich es nicht verstanden habe. Trotzdem war’s eine lehrreiche Zeit. Bei Blau-Weiß merkte ich sofort das Vertrauen und die Wertschätzung, die mir vom Trainer und Sportchef Christoph Schösswendter entgegengebracht wurden. Daher waren auch einige exotischere Angebote für mich kein Thema.
Sie sind nicht den üblichen Weg als Absolvent einer Akademie gegangen, sondern haben sich über den Amateurfußball für die Profis qualifiziert.
Ich weiß, wo ich herkomme und will jungen Spielern zeigen, dass man auch einen anderen Weg gehen kann. Wenn man fest daran glaubt, kann man alles erreichen.
Sie haben sich im Sommer Camp für arbeitslose Fußballer vorbereitet.
Die Spielbelastung kann man in diesem Trainingsumfeld nicht simulieren, aber es war eine Hilfe. Du kennst viele Spieler und die Stimmung ist gut.
Sie studieren seit September. Ein zweites Standbein?
Ich studiere Wirtschaft, das bringt mich neben dem Fußball auf andere Gedanken. Das Leben ist für mich eine ständige Weiterentwicklung.
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