Das Coming-Out von Ex-Formel-1-Rennfahrer Ralf Schumacher schlägt weiter hohe Wellen und hat jetzt auch Mercedes-Pilot Lewis Hamilton auf den Plan gerufen. Im Vorfeld des Rennwochenendes in Ungarn freut sich der Brite über das Signal, dass Schumacher sendet. Allerdings erinnert er sich auch an eine Aussage des Deutschen vor drei Jahren am Hungaroring.
Das Outing von Ralf Schumacher sei ein gutes und wichtiges Signal, ist sich der siebenfache Weltmeister sicher. Schließlich könne es andere, auch im Motorsport, dazu animieren, es dem Deutschen gleichzutun und die Angst vor dem Schritt nehmen. „Es zeigt, dass wir endlich in einer Zeit sind, in der man diesen Schritt wagen kann“, so Hamilton.
Allerdings lässt sich der Brite, angesprochen auf das Thema, eine Spitze gegen Schumacher nicht nehmen. Dazu passt auch das Timing perfekt. Denn während der Formel-1-Tross ins Ungarn-Wochenende startet, erinnert sich Hamilton an eine kontroverse Aktion am Hungaroring vor drei Jahren.
„Alles fing an, als Sebastian Vettel und ich hier in der Startaufstellung standen und dagegen gekämpft haben, was die ungarische Regierung tut“, erinnert sich der 39-Jährige. Vettel zeigte sich damals in der Startaufstellung vor Rennbeginn mit einem T-Shirt in Regenbogenfarben und der Aufschrift: „Same Love“.
Hamilton vergisst nicht
Ein Zeichen der Unterstützung für die LGBTQ+-Community. Außerdem positionierte sich auch Hamilton im Vorfeld auf Instagram klar gegen die homosexuellen-feindliche Gesetzgebung in Ungarn. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban geht seit Jahren strikt gegen die LGBTQ+-Community vor.
Teile des Formel-1-Zirkus standen den Aktionen damals kritisch gegenüber, so auch Schumacher. Er erklärte damals, dass die Werte an sich sehr wichtig seien, stellte aber die Frage in den Raum, warum Hamilton dies in einem Mercedes-Anzug und auf der Rennstrecke tun müsse und stellte klar: „Sport und Politik sollten meiner Meinung nach nicht vermischt werden“. Aussagen, die Hamilton nicht vergessen hat und deshalb jetzt stichelt: „Ralf fand damals, es sei keine gute Idee, das zu tun. Vielleicht hat er seine Meinung nun geändert.“ Mal sehen, ob es eine Antwort des Deutschen gibt.
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