Ein stürmisches Ende nahm am Montagabend bei den Bregenzer Festspielen die Generalprobe des Spiels auf dem See. Eine halbe Stunde vor dem Ende wurde diese wegen des schlechten Wetters abgebrochen.
Trotz des Abbruchs zeigten sich die Besucher der Generalprobe des „Freischütz“ am Montagabend begeistert. Angetan waren sie nicht nur von den Sängern, sondern auch von der Inszenierung und dem Bühnenbild. „In der Szene, in der der Teufel ankündigt, dass ein Gewitter naht, war das auch tatsächlich der Fall“, berichtete einer der Festspielgäste.
Nachdem am Montagabend zunächst leichter Regen eingesetzt hatte, musste die Generalprobe eine halbe Stunde vor dem Ende wegen einer Sturmwarnung abgebrochen werden. Ein weiser Entschluss, denn schon wenig später tobte ein heftiges Gewitter mit Sturm, Blitz und Donner über der Landeshauptstadt.
Gelungenes Zusammenspiel
„Mit der Wolfsschlucht haben die Besucher die wichtigste Szene des Freischütz gesehen. Das ist die Szene, um die sich alles dreht und die unserem Regisseur und Bühnenbildner Philipp Stölzl besonders gelungen ist“, meint Babette Karner, Pressesprecherin der Festspiele. Auch sie erfreute sich am gelungenen Zusammenspiel mit dem aufziehenden Gewitter während der Szene in der Wolfsschlucht. Recht viel verpasst hätten die Besucher danach ohnehin nicht mehr. „Die Szene geht dann langsam in den Schluss der Oper über.“
Auch dass die Sänger und andere Beteiligte der Generalprobe nicht bis zum Ende wirken konnten, sei nicht weiter schlimm. In den vergangenen Wochen wurde mit allen drei Besetzungen so viel geprobt, dass eine abgebrochene Generalprobe niemanden aus dem Takt bringt. Und weil jeder Handgriff sitzt, stand für die Mitwirkenden des Spiels auf dem See vor der Premiere am Mittwochabend ein wohlverdienter freier Tag an.
Im Festspielhaus hingegen wurde noch fleißig geprobt, geputzt und alles für die Eröffnungsfeierlichkeiten vorbereitet. Wie gewohnt wird es Reden von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Vizekanzler Werner Kogler und Festspielpräsident Hans-Peter Metzler sowie Ausschnitte aus den diesjährigen Produktionen geben. Nicht dabei sein wird aufgrund einer Erkrankung der Puppenspieler Nikolaus Habjan.
Im Großeinsatz wird bei der Eröffnung und den Premieren auch die Polizei sein, die für die Sicherheit der prominenten Gäste zuständig ist. Zudem wird die Zufahrt zum Festspielhaus von der Verkehrspolizei geregelt. Die Seepolizei überwacht eine Fahrverbotszone um die Seebühne, die für Boote aller Art und auch für Surfbretter gilt.
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