Eine Paradefahrt des Red-Bull-Teamchefs als nächste Provokation gegen den Weltmeister-Vater. Design-Guru Newey soll Ferrari indes abgesagt haben …
Sechs Titel in der Konstrukteurs-WM, sieben in der Fahrer-Wertung – Red Bull Racing feiert zu Recht sein 20-Jahre-Jubiläum, fährt dafür beim „Festival of Speed“ in Goodwood dieses Wochenende mit den siegreichen Boliden aus der Vergangenheit auf. Doch ausgerechnet die Wahl der Fahrer sorgt dabei für Irritationen
Der Vorarlberger Christian Klien fährt in Goodwood mit dem RB1 von 2005, dem ersten Jahr nach der Übernahme von Jaguar durch den österreichischen Getränkekonzern. Mark Webber pilotiert den RB6, mit dem 2010 der erste WM-Titel durch Sebastian Vettel erobert wurde. Daniel Ricciardo wird mit dem RB7 auf den bekannten „Hill“ hinaufglühen. David Coulthard übernimmt den RB9, Sergio Pérez den RB19 und Max Verstappen wird mit seinem ersten Weltmeister-Auto RB16B vereint.
Wirklich heraus sticht allerdings der Pilot des RB8: Christian Horner. Der „Bullen“-Teamchef lenkt höchstpersönlich Vettels Siegerauto aus dem Jahr 2012. Und damit genau jenes Auto, um das es rund um den Grand Prix in Spielberg Wirbel gab: Da hätte Jos Verstappen bei der Legends Parade den RB8 steuern sollen. Doch Christian Horner, mit dem 52-Jährigen seit dem „Sex-Skandal“ im Clinch, soll die Anweisung erteilt haben, die Fahrt des Weltmeister-Vaters nicht zu filmen. Jos war sauer und sagte kurzerhand seine Teilnahme ab, Max musste zur Verteidigung ausrücken: „Ich kann natürlich seine Sicht darauf verstehen, weil er gebeten wurde, das Auto zu fahren, und dann findet er heraus, dass er im Auto nicht erwünscht ist.“ Dass ausgerechnet Horner selbst jetzt damit vor den Augen von Max fährt, wird die Wogen nicht glätten.
Letzter RB von Newey
Einer, der im Wirbel rund um Horner seinen Abschied bei Red Bull Racing verkündet hat, präsentierte gestern in Goodwood sein letztes Werk für die „Bullen“: Adrian Newey zeigte das RB17 Hypercar – einen Zweisitzer mit V10-Motor und über 1000 PS für die Straße. „Ich hatte schon seit vielen Jahren mit dem Gedanken gespielt, ein eigenes Hypercar zu entwerfen“, verriet der Design-Guru, „vom Konzept bis zur Auslieferung.“ Verworfen soll der 65-Jährige laut der italienischen Ausgabe von motorsport.com das Angebot von Ferrari haben, damit dürften Aston Martin und McLaren noch zur Wahl stehen.
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