Mit einem neuen Kampftarif will sich der Mobilfunk-Netzbetreiber Drei gegen die zahlreichen Diskontanbieter in Österreich stemmen. Bei uns nutzt nämlich schon rund jeder dritte Privatkunde ein billiges Angebot von Spusu, HoT & Co. Drei startet daher ab sofort mit der Marke „up³“ Tarife ab nur 4,90 Euro im Monat – wie die Diskonter ohne Extrakosten oder Servicegebühren. Sind sie damit die Billigsten?
Der heimische Mobilfunkmarkt zählt zu den günstigsten in ganz Europa. Insbesondere der Start der Diskonter im Jahr 2005 hat den Konkurrenzkampf sukzessive erhöht und das Preisniveau dadurch gesenkt. Viele Konsumenten sind von den großen Netzbetreibern zu den günstigeren Diskontern gewechselt. Aktuell nutzen schon rund ein Drittel der Privaten, also um die 2,5 Millionen Personen, einen Tarif von Spusu, HoT, Lidl & Co.
Nun will Netzbetreiber Drei mit der nicht ganz neuen, aber komplett neu aufgesetzten Tarifmarke „up³“ zurückschlagen. Gestartet wird ab sofort nämlich mit dem „up³ Smart“ ab 4,90 Euro pro Monat für 50 Gigabyte Daten und 1000 Sprach- oder SMS-Einheiten. Für den Top-Tarif „up³ Unlimited“ (unlimitierte Minuten, SMS, Daten; bis 150 MBit Download) zahlt man 19,90 Euro monatlich.
Erstmals sind „Pausen“ beim Mobilfunktarif möglich
Das neue Angebot kann Online in der Drei-App in wenigen Minuten abgeschlossen werden – ohne Zusatzkosten und auch ohne jährlicher Wertanpassung. Auch „Pausen“ sind damit möglich. Wer sein Handy einmal ein, zwei oder mehrere Monate nicht benötigt, kann pausieren, bleibt aber dennoch bis zu 12 Monate lang weiter erreichbar. „Mit heute schicken wir die Diskonter in Pension“, so Drei-Manager Günter Lischka.
Ganz so einfach dürfte es aber angesichts der vielen, zum Teil ebenfalls sehr guten Konkurrenzangebote, nicht werden. Denn knapp hinter Drei um 7,47 Euro effektiven Kosten im Monat lauert Lidl Connect, der aber mehr Daten und Minuten bietet. Dicht gefolgt von Spusu, yesss! und eety.
Ebenfalls zu den besten zehn Tarifen für weniger als zehn Euro monatlich gehört der Smartphone-Tarif von „Krone mobile“ (siehe Grafik), wie das Vergleichsportal Durchblicker zeigt.
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