Soldaten vor dem Hotel

Özcan zu Wolfsgruß-Ärger: „Kenne Standpunkt nicht“

Fußball EM
10.07.2024 11:59

Der türkische Fußball-Nationalspieler Salih Özcan hat sich in einem Podcast zu seinen Erfahrungen rund um das EM-Turnier geäußert. Dabei hat er verraten, dass das Team-Hotel von türkischen Soldaten geschützt wurde. Den Fans dankte er unterdessen für die „irre, aber geile“ Unterstützung. Bedeckt hielt sich der BVB-Kicker allerdings beim Thema Wolfsgruß. 

Im Podcast „Schlag & Fertig“, von Ex-Fußball-Profi Jonas Hector und Satiriker Fabian Köster, wurde Özcan auf den umstrittenen Torjubel seines Teamkollegen Merih Demiral angesprochen, für den der ÖFB-Schreck schließlich auch zwei Spiele von der UEFA gesperrt wurde. „Das sind die Emotionen. Ich kenne seinen Standpunkt nicht“, erklärte Özcan. 

Innerhalb des Teams sei die Debatte rund um den Skandal-Jubel bewusst nicht angesprochen worden, erklärt der Mittelfeldspieler: „Wir wussten, dass uns das runterziehen würde.“ Generell findet der Nationalspieler, dass Fußball und Politik strikter getrennt werden müssten. „Mach deine Arbeit. Du kannst dich ja privat um politische Themen kümmern, aber lass das privat sein und bleib bei deinem Fußball“, so der 26-Jährige. 

Türkische Soldaten vor dem Hotel
Deshalb sah er etwa auch die Statements von Frankreich-Star Kylian Mbappe hinsichtlich der Parlamentswahlen kritisch: „Ich bin einfach Fan davon, Fußball Fußball sein zu lassen.“ 

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Mach deine Arbeit. Du kannst dich ja privat um politische Themen kümmern, aber lass das privat sein und bleib bei deinem Fußball.

Salih Özcan

Begeistert zeigt sich der Dortmunder aber von der Unterstützung, die der Nationalmannschaft von Seiten der Fans zuteilwurde. „Das hat uns getragen durch das Turnier. Vor dem Hotel war das extrem, da waren Tausende Leute“, schwärmt Özcan. Einige Fans hätten versucht ins Hotel zu gelangen, weshalb eine besondere Maßnahme zum Tragen kam, wie Özcan verrät: „Wir hatten von der Türkei aus 35 Soldaten, die dort stationiert waren. Dazu wurden rund um das Hotel Blockaden errichtet.“ Angst hatte der 26-Jährige aber nicht, sein finales Fazit: „Unsere Fans sind schon irre, aber geil!“ 

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