Bleibt Erzfeind
Neuer Präsident hält an Anti-Israel-Kurs fest
Trotz seiner für iranische Verhältnisse eher gemäßigten Rhetorik will der frisch gewählte Präsident Massoud Pezeshkian am Anti-Israel-Kurs seines Landes festhalten.
In einem Schreiben an den libanesischen Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah erklärte er der Nachrichtenagentur Isna zufolge mit Blick auf Israel: „Die Unterstützung des Irans für die Widerstandsfront gegen das illegitime zionistische Regime wird mit Nachdruck fortgesetzt.“
Irans „Achse des Widerstands“
Der Iran ist der wichtigste Unterstützer der Hisbollah im Libanon. Die Schiitenmiliz kämpft politisch, aber auch mit Gewalt gegen Israel. Sie zählt zu Irans „Achse des Widerstands“, die von anti-westlichen und anti-israelischen Kräften in der arabischen Welt als Reaktion auf die von Ex-US-Präsident George W. Bush postulierten „Achse des Bösen“ gebildet. Bush beschrieb nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 jene Länder, die Terrorgruppen unterstützten und mutmaßlich nach Massenvernichtungswaffen strebten.
Wie viel Einfluss Pezeshkian, der voraussichtlich Anfang August angelobt wird, etwa auf die Außenpolitik haben wird, hängt maßgeblich von Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei ab, dem mächtigsten Mann im Staat.









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