Mit drei Turniersiegen auf ITF-Juniorenebene hat Osttirols Tennis-Hoffnung Lilli Tagger heuer den Durchbruch bei den größten Talenten der Welt geschafft. Der Lohn: Wimbledon! Am heiligen Rasen im Tennis-Mekka Englands schlägt die 16-Jährige am Sonntag im Hauptfeld des Juniorenturniers auf. Aber auch das musste sie sich hart erarbeiten ...
Ein Meilenstein! Noch nie hat es ein Osttiroler Tennis-Ass auf internationaler Ebene, schon gar nicht bei einem Grand Slam, gegeben! Lilli Tagger (16) ist die Erste, gibt am Sonntag ihr Debüt am heiligen Rasen von Wimbledon. Beim Junioren-Turnier trifft sie in Runde 1 auf Tyra Grant (USA). In der Quali hatte sie in einem Thriller gegen Ksenia Efremova erst im Match-Tiebreak mit 10:6 gesiegt. Die Französin war heuer mit ihren 14 (!) Jahren in Monastir die jüngste Siegerin eines ITF-Erwachsenenturniers seit über 20 Jahren.
Der freie Tag kam mir sehr gelegen. Ich bin erst spät aufgestanden, habe neben dem Training viel gechillt und mir die Anlage angesehen.
Lilli TAGGER
Djokovic und Sinner im Blick
„Das Hauptfeld war immer das Ziel. Jetzt kann ich es gar nicht erwarten, dass es losgeht“, strahlt Tagger, die es gestern nach vielen stressigen Tagen seit ihrer Ankunft in England endlich ruhiger angehen lassen konnte. Auch ihr Doppel am Nachmittag fiel dem Regen zum Opfer. „Wir haben Djokovic und Sinner beim Training zugesehen, sonst eher gechillt. Das kam mir sehr gelegen, jetzt bin ich richtig ausgeruht“, meint die 16-Jährige.
Am schwierig bespielbaren Rasen in Wimbledon hat Tagger mit ihren 1,84 m vor allem beim Service Vorteile und fällt durch eine einhändige Rückhand auf – ein Schlag, der bei den jungen Spielern eigentlich der Vergangenheit angehört. „Aber mir liegt der Stil immer schon gut. Ich kann das oft zu meinem Vorteil nützen.“
Eigene Wohnung mit Coach Schiavone
Gecoacht wird Tagger seit dem Vorjahr von Ex-Grand-Slam-Siegerin Francesca Schiavone. Die Italienerin sieht in Lilli enormes Potenzial, avancierte im Laufe des Jahres zur Mentorin. Um die Wege zu verkürzen wohnt das Duo nicht im Spielerhotel in London, sondern hat eine Wohnung in der Nähe der Tennisanlage gemietet.
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