Die „Krone“ war am Zeugnistag an zwei Schulen. Die Gefühle waren gemischt, Sorge gibt es um die Lehrer. An einer Schule in Margareten ist es besonders dramatisch.
Die Zeugnisse sind verteilt, die Sommerferien haben offiziell begonnen. Die Probleme an den Schulen mit Lehrermangel und (religiösen) Konflikten im Klassenzimmer lösen sich aber nicht in Luft auf. Die „Krone“ war am letzten Schultag in der Volks- und Mittelschule Gassergasse in Margareten. „Meine Nichte verliert ihre Klassenlehrerin, im Herbst werden die Klassen zusammengelegt“, erzählt Astrid B. Und das obwohl der hohe Migrantenanteil den Unterricht ohnehin schon erschwert – in keinem anderen Bezirk gehen mehr nicht deutschsprachige Kinder zur Schule. „In der Klasse meiner Nichte gibt es nur zwei Österreicher, das macht es nicht einfacher“, so B. „Meine Schwester ist alleinerziehend, es kann sich eben nicht jeder eine Privatschule leisen“, so die Wienerin.
Andere Schulen im Bezirk sind noch schlimmer
Dabei ist es noch die beste Schule im Bezirk, meint Janine Laszakovits. Sie hat vier Kinder am Standort. „Ganz schlimm ist es in der Mittelschule Viktor-Christ-Gasse, dort gab es vor kurzem eine Bombendrohung“, erzählt die 32-Jährige. Aus diesem Grund geht Momo Amrollahs Sohn in eine Privatschule im 18. Bezirk.
Dass es auch positive Beispiele unter den öffentlichen Schulen gibt, zeigt die Schule in der Hahngasse im 9. Bezirk. „Die Schule wird gut geführt, wir haben keine Probleme, wir sind eine Insel der Seligen“, sagt Martin V. und spielt auf den allgemeinen Lehrermangel an. Wie sieht es mit Stand jetzt aus?
Für mich kommt in Wien nur eine Privatschule in Frage. An öffentlichen Schulen gibt es zu viel Gewalt.

Momo Amrollah
Bild: Zwefo
Die Bildungsdirektion lässt sich nicht in die Karten schauen, es gibt mehr Bewerbungsfenster, Anstellungen erfolgen laufend, heißt es. Bis Herbst bleibt es also spannend.
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