Lange galten ihre meisterlichen Farbradierungen als Geheimtipp: Nun hat Margit Palme, eine Linzer Künstlerin, im Lentos ihre erste Museumsausstellung. Sie zeichnet ausschließlich Frauen, die das Leben genießen - und sich nichts gefallen lassen.
Weltberühmt ist Pablo Picasso mit Frauendarstellungen geworden, die das Weibliche mit Fratzen und entstellten Körpern beschreiben. Feministinnen haben das immer wieder kritisiert.
Die Linzer Künstlerin Margit Palme (84) aber setzt dem männlichen Blick in der Kunst ein beachtliches Werk entgegen, das die Welt der Frauen völlig anders beschreibt.
Schöne Power-Frauen
In dynamischen, mitunter provokanten Posen streben ihre Frauenfiguren danach, ein selbstbestimmtes Leben zu meistern. Sie genießen Delikatessen, sonnen sich am Strand, sind geschickte Sportlerinnen oder zücken gar die Pistole.
Eine außergewöhnliche Technik
Palme hat eine eigene Stilisierung in der Darstellung entwickelt. Man kann ihr Werk am ehesten der Pop-Art zurechnen. Sie bezieht zudem eine absolute Einzelposition im österreichischen Kunstbetrieb, denn seit mehr als sechs Jahrzehnten arbeitet sie mit Aquatinta-Radierung und beherrscht diese Tiefdrucktechnik virtuos. Das Kunstmuseum Lentos widmet ihr eine beachtliche Werkschau.
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