Aus und vorbei: Serbien muss bei der EURO die Koffer packen! Ein 0:0 gegen Dänemark war am Ende zu wenig. Auch Tennis-Superstar Novak Djokovic, der im Münchner Stadion die Daumen drückte, brachte kein Glück.
Ohne Sieg ist Dänemark in der müden Gruppe C der EM in Deutschland als Zweiter ins Achtelfinale eingezogen. Nach drei Remis gegen Slowenien, England und am Dienstagabend Serbien (0:0) treffen die Skandinavier am Samstag auf Gastgeber Deutschland. Neben England (5 Punkte) ist auch Slowenien (3) ungeschlagen und als einer der vier besten Gruppendritten weiter im Turnier dabei. Serbien (2) ist ausgeschieden.
Aufgrund der Tabellensituation standen vor allem die Serben unter Zugzwang. Für den aktiveren Zugang entschieden sich aber die Dänen, die nicht glänzten wie bei ihrem Halbfinal-Vorstoß 2021, aber doch die ein oder andere Lösung fanden, um gefährlich vor Serbiens Keeper aufzutauchen. Bei einem Fernschuss von Christian Eriksen musste Predrag Rajkovic stark parieren (21.). Rasmus Höjlund (32.) und Jonas Wind (39.) klopften mit Halbchancen an.
Serbien verabschiedet sich ohne Tor
Serbiens Trainer Dragan Stojkovic hatte im Vergleich zum Lastminute-1:1 gegen Slowenien das Mittelfeld und den Angriff komplett umgebaut. Das gewünschte Ergebnis brachte die Umstellung aber nicht. Vielmehr zeigte seine ideenlose Elf eindrucksvoll, warum im Turnier letztlich nur ein Tor gelungen ist. Zur Halbzeit waren weitere Adaptierungen notwendig, mit Dusan Tadic und Luka Jovic kamen zwei offensive Hochkaräter, die im direkten Zusammenspiel gleich Jubel auslösten.
Denn nach Tadic-Lochpass zwang Jovic Joachim Andersen zu einem vermeintlichen Eigentor, das wegen einer Abseitsposition von Jovic nicht zählte (54.). Später kam mit Juventus-Star Dusan Vlahovic noch ein dritter serbischer Mittelstürmer in eine Partie, die nach dem Seitenwechsel deutlich offener verlief. Auf dänischer Seite musste der weiter nicht in Fahrt kommende United-Stürmer Höjlund früh Kasper Dolberg weichen (59.).
Wenige Torraumszenen
Torraumszenen blieben rar. Jannik Vestergaard köpfelte in die Hände von Rajkovic (65.), da stand es auch im Parallelspiel zwischen England und Slowenien weiter 0:0. Slowenien und Dänemark waren am besten Weg dazu, sich Rang zwei im Fernduell über Gelbe Karten auszumachen.
Die Dänen um Eriksen, der mit seinem 133. Länderspieleinsatz Simon Kjaer (Ersatz) als Dänemarks Rekordspieler ablöste, blieben spielbestimmend – die Schlussphase mit einem eher zaghaften serbischen Angriffswirbel hitzig. Mitrovic reklamierte wegen eines Trikotzupfers vergeblich Elfmeter (83.), auf der Gegenseite zischte einen Mähle-Flanke am langen Eck vorbei (86.). Serbiens prominent besetzter Angriff blieb ohne Großchance.
Dänemark – Serbien 0:0
München, SR Letexier (FRA)
Gelbe Karten: Wind, Hjulmand bzw. Milenkovic, Mitrovic
Dänemark: Schmeichel – Andersen, Christensen, Vestergaard – Bah (77. Kristiansen), Hjulmand (77. Delaney), Höjbjerg, Mähle – Eriksen (88. Poulsen) – Wind (46. Skov Olsen), Höjlund (59. Dolberg)
Serbien: Rajkovic – Veljkovic, Milenkovic, Pavlovic, – Mihajlovic (73. Mladenovic), Ilic (67. Vlahovic), Gudelj (46. Jovic), Zivkovic – Samardzic (46. Tadic), Mitrovic, Lukic (87. Milinkovic-Savic)
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